Review

Reviews 9.5

CULT OF FIRE

Ascetic Meditation Of Death

Ausgabe: RH 320

BONUSBOMBE

Iron Bonehead (47:33)

CULT OF FIRE haben mit „Triumvirat“ eindrucksvoll vorgelegt, mit „Ascetic Meditation Of Death“ sprengen sie jedoch endgültig sämtliche Erwartungen und entwickeln sich von jetzt auf gleich zu einer der interessantesten Black-Metal-Bands. Sie vereinen Wurzeltreue, Vielfalt, Weiterentwicklung und Exotik auf eine Weise, wie es ansonsten höchstens noch Melechesh hinkriegen - was aber absolut nicht heißen soll, dass Letztere hier als Soundreferenz herhalten können. Stattdessen kleiden die Tschechen ihre finsteren Visionen in ein indisch anmutendes Gewand und reichern ihre stilistisch an die aktuelle Trondheim-Szene erinnernde Musik mit Mantras und Sitar an. Dazu ein wohldosierter Schuss schiefe Orgel, und die finstere Harmonik wird in ihrer Fremd- und Andersartigkeit undurchdringlich. Dass die Kompositionen trotzdem immer auf den Punkt kommen, setzt dem Gesamtwerk aus Hass, Anbetung, Melancholie, Fanatismus, Spiritualität und unbedingtem Willen zur Freiheit die Krone auf - die Einarbeitungszeit ist minimal, die Langzeitwirkung wird dennoch nicht leiden. Ein Album, das höchsten Kunstanspruch mit dem niederen Fundament des Black Metal vereint und darin seine Vollendung erreicht.

Autor:
Felix Patzig

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