Review

Reviews 9.0

CRO-MAGS

Near Death Experience

Ausgabe: RH 76

Das vierte Album der New Yorker Hardcore-Legende Cro-Mags wird vermutlich auch das letzte mit Band-Sprachrohr Harley Flanagan (Bass & Vocals) sein.Das kleinwüchsige Energiebündel verließ die Band kürzlich nach internenProblemen bzw. wurde von seinen Kollegen vor die Tür gesetzt (jenachdem, welcher Seite man glaubt), ist auf "Near Death Experience" aber auch mit von der Partie. Bekanntlich war der musikalische Sprung zwischen den einzelnen CRO-MAGS-Alben bisher immer relativ groß, und auch "Near Death Experience" ist mehr als nur ein stilistischer Aufguss des Vorgängers "Alpha-Omega". So hätte ich beispielsweise keinen Song wie das überragende 'Time I Am', das anfangs sogar an Trouble erinnert, von den Cro-Mags erwartet. Überhaupt ist "Near Death Experience" eine überraschend abwechslungsreiche Scheibe geworden, die sich zwischen brachialem Hardcore der alten Schule, Black Sabbath-artigem Riffrock und modernerem, knallhartem Metal bewegt. Einziges Manko dieses ansonsten erstklassigen Albums ist die kurze Spielzeit von rund 35 Minuten, und die neue, etwas kompaktere Version von 'The Other Side of Madness' (war schon auf "Alpha-Omega" enthalten) hätte man sich ebenfalls klemmen können. Mir persönlich ist eine mitreißende kurze Scheibe allerdings lieber als ein künstlich aufgeblähtes 60-Minuten-Werk.

Autor:
Götz Kühnemund

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