Review

Reviews 9.0

CRADLE OF FILTH

Midian

Ausgabe: RH 162

Ehrlich gesagt war ich nie ein großer Fan der Promotion-geilen Engländer, aber mit "Midian" haben die ehemaligen Schwarzmetall-Filthläuse (man erinnere sich nur an die unübertroffen peinlichen ersten Fotosessions) ihr Meisterwerk abgeliefert. Furiose Black Metal-Attacken wechseln sich mit atmosphärischen Grusel-Parts ab, und über allem thront Danis Stimme, die an Bandbreite kaum zu überbieten ist. Vom schrillen Hassgegeifer bis hin zu markigen Todesblei-Growls hat er alles im Repertoire, und wer CRADLE OF FILTH schon einmal live gesehen hat, weiß, dass er alle diese Facetten auch auf der Bühne abrufen kann. Die Mitarbeit weiblicher Sirenen wurde auf ein Mindestmaß zurückgeschraubt, was der Platte sicher nicht geschadet hat. Clive Barkers Novelle "Nightbreed" (der Meister selbst erlaubte die Verwendung des Namens "Midian") zieht sich als roter Faden durch den Silberling, der aber trotzdem nicht als Konzept-Album bezeichnet werden sollte. Absolutes Highlight und legitimer Anwärter auf den Titel "Song des Jahres" ist 'Death Magick For Adepts', wo die CRADLE OF FILTH-Trademarks auf ein Gitarrengerüst gespannt wurden, das durchaus auch von Iron Maiden stammen könnte. Einfach nur geil und seit der Ankunft der CD in Dauerrotation in meinem Player. An "Midian" wird wohl kein (Black-)Metaller vorbeikommen.

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