Review

Reviews 7.5
Heavy Metal

CONVENT GUILT

Diamond Cut Diamond

Label: Gates Of Hell/Soulfood
Dauer: 36:15
Ausgabe: RH 379

Die Beschreibung NWOBHM (in Worten: New Wave Of BRITISH Heavy Metal) wird derzeit leider inflationär oft gebraucht. Der Einfachheit halber werden dann auch schon mal australische Newcomer-Bands in diese Kategorie eingeordnet. Aber CONVENT GUILT aus Sydney sollte man das nicht anlasten. Bereits ihr Debüt „Guns For Hire“, das mittlerweile auch schon wieder vier Jahre zurückliegt, hatte bewiesen, dass die vier Aussies das Herz am richtigen Fleck tragen. Und auch „Diamond Cut Diamond“ trifft wieder ziemlich genau meinen Geschmack, was allerdings nicht heißt, dass die sieben Stücke in geschliffener Perfektion daherkommen. Eher das Gegenteil ist der Fall. Die gesamte Platte ziert der oft zitierte Charme des Unfertigen. Unter der rauen Oberfläche verbirgt sich allerdings ein hohes kreatives Potenzial (das weit über das Tragen von Streifenhosen und Retro-Shirts hinausgeht). Sänger Ian liegt mit seiner nasalen Stimme gerne mal ein wenig daneben, besitzt aber zweifelsohne eine originelle Stimmfarbe, die hier und da an die britischen Quartz erinnert. Songs wie ´Howling Vengeance´ oder ´Born To Trouble´ sind ausgesprochen simpel gestrickt, bestechen aber durch ihren kauzigen Charakter sowie eine leichte Prise Lizzy-Folk. Irgendwie gleichen CONVENT GUILT in ihren ersten musikalischen Gehversuchen den englischen Wytch Hazel, indem sie Originalität über musikalische Perfektion stellen.

Autor:
Matthias Mader

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