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Conan The Barbarian - 3d

Ausgabe: RH 293

Conan zählt zu den langlebigsten Franchises der Unterhaltungsindustrie. Bereits seit 1932 prügelt sich der muskelbepackte Barbar durch den imaginären Kontinent Hyboria: Ursprünglich in Comics, dann in Filmen, zuletzt immer öfter in Videospielen.

Seit der letzten (großen) Conan-Verfilmung mit Arnold Schwarzenegger sind nunmehr über 25 Jahre ins Land gezogen, Zeit also für eine Neuauflage. Natürlich nicht mehr mit Schwarzenegger, der sich zwar auch gerne wieder im Action-Kino etablieren möchte, für die Rolle des Barbaren nun aber doch schon ein wenig zu alt scheint. An seiner Statt wurde Jason Momoa verpflichtet, der vor allem aus US-Serien bekannt ist und zuletzt in der HBO-Verfilmung von George R. R. Martins Game Of Thrones eine gute Figur machte. Die Regie übernahm Marcus Nispel, der in der Vergangenheit vor allem mit gelungenen Remakes von 80er-Jahre-Horrorklassikern von sich reden machte, mit Pathfinder aber immerhin auch schon eine Einsamer-Krieger-teilt-ordentlich-aus-Produktion im Gepäck hat.

Die Story der neustens Conan-Verfilmung ist genretypisch simpel gehalten und lässt sich dementsprechend kurz zusammenfassen: Conan wird bereits im Kindesalter zum Vollwaisen, als sein Vater von dem hundsgemeinen Khalar Zym ermordet wird. Von diesem Zeitpunkt an sinnt der Barbar auf Rache. Die Jagd nach Zym wird zu einem Abenteuer, dass ihn kreuz und quer über den Kontinent Hyborien führt.

Conan The Barbarian 3d ist feinstes Trashkino. Ganz in der Tradition der alten Barbarenfilme wird geschlachtet und geschnetzelt, werden flache Sprüche gerissen und platt gewitzelt, dass es eine wahre Wonne ist. Angenehmerweise nimmt sich der Film zu keinem Zeitpunkt selbst zu ernst, so dass gar nicht erst die Gefahr entsteht, in eben jenen unfreiwilligen Humor abzurutschen, der so vielen Genrevertretern anhhaftet. Conan The Barbarian ist mit Sicherheit kein Film, über den man nach dem Kinobesuch mit der Freundin stundenlang diskutiert. Genau das möchte er aber auch gar nicht sein. Conan ist testosterongeschwängerte Unterhaltung für Männer pur - nicht mehr, und nicht weniger.

Autor:
Jens Peters

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