Review

Reviews 8.5

CATHEDRAL

The Last Spire

Ausgabe: RH 312

Rise Above/Soulfood (56:15)

Das letzte CATHEDRAL-Werk könnte nicht spektakulärer beginnen: Raben schreien, der Totengräber ruft, die Glocken läuten, im Hintergrund brummen sich die Amps zum finalen Feedback warm - „The Last Spire“ ist die vertonte Einsicht in die Endlichkeit der Existenz. Das Album beinhaltet zwar nur sechs echte Songs, doch in diesen ziehen die Gentlemen aus Coventry alle Register ihres Könnens. Der schwermütige Zwölfminüter ´Pallbearer´ schwelgt zwischen Mellotron-Melancholie und mächtigen Riffs, ´An Observation´ sorgt mit schaurigen Piano- und Celloklängen, sirenenhaften Geister-Vocals und meterdicken Riffs für fantastische Gruselatmosphäre, ´Tower Of Silence´ und ´Cathedral Of The Damned´ sind Musterbeispiele für das „Metal“ in Doom Metal. CATHEDRAL bringen 23 Jahre Doom-Geschichte auf den Punkt. „The Last Spire“ vereint kauzige Black-Sabbath-Tradition mit bitterem britischem Humor: Das vorletzte Stück ´The Last Laugh´ ist diabolisches Lachen, bevor Lee Dorrian mit den Worten „I exist in this coffin of life“ das finale ´This Body, Thy Tomb´ einläutet und den letzten Nagel ins Band-Mausoleum jagt. Das zehnte und beste CATHEDRAL-Album lässt die Wahrheit vom Ende noch bedrückender wirken.

Autor:
Jakob Kranz

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