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REVIEW 26.04.2017

(DVD - Musik, RH 360, 2017)

ARCH ENEMY - As The Stages Burn!

(Century Media/Sony) Klotzen statt Kleckern: ARCH ENEMY fahren mit dem limitierten „As The Stages Burn!“-Deluxe-Boxset ein fettes Package im vinylgroßen Earbook-Format auf, das die Wacken-Headliner-Show 2016 auf Blu-ray und DVD sowie als Audio-CD enthält – unter anderem, aber dazu später mehr... Wer live dabei war, dürfte rückblickend immer noch über das gigantische Bühnenbild, die Lichtshow und Spezialeffekte staunen, alle anderen bekommen hier in hervorragender Video- und Tonqualität einen Eindruck davon, was sie verpasst haben. Zudem hatte die Band bis zu dieser Show bereits genug Gelegenheit, sich auf ihrer „War Eternal“-Tour aufeinander einzustellen, und ist beim W:O:A daher supertight. Und wer würde bei einem Konzert vor rund 80.000 Menschen nicht 110 Prozent geben? Fantastische Auswahl, Bearbeitung und Darbietung also, vor allem, wenn man auf das neuere Material der Schweden-Deather steht. Als Bonus folgen Einblicke hinter die Kulissen des W:O:A, Ausschnitte der „Tokyo Sacrifice“-Show von 2015 und die Musikvideos zum „War Eternal“-Album. Abgerundet wird die Box durch ein Artbook inklusive jeder Menge Live-Fotos, einen laminierten Tourpass mit Schlüsselband und – ein großer Spaß auch für Erwachsene – ein Pop-up-Bild der Wacken-Bühne. Allerdings ist dieses Boxset preislich nicht gerade etwas für den kleinen Spontankauf zwischendurch – wer auf die Gimmicks nicht so steht, ist mit der deutlich günstigeren DVD+CD-„Basisversion“ aber ebenfalls gut bedient.

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REVIEW 26.04.2017

(DVD - Musik, RH 360, 2017)

BLUE CHEER - Live At Rockpalast – Bonn 2008

(MIG) Wer jemals das Vergnügen hatte, BLUE CHEER live zu sehen, wird bestätigen können, dass „Dickie“ Peterson die Musik mit jeder Faser seines Körpers gelebt hat, nichts an ihm war gekünstelt oder aufgesetzt. Es ist eine Ironie des Schicksals, dass BLUE CHEER als Erfinder des Proto-Metal-Powertrio-Sounds erst 2008, also ein gutes Jahr vor dem viel zu frühen Ableben ihres Anführers, mit einer „Rockpalast“-Aufzeichnung geadelt wurden. Aber lieber spät als nie! Im Jahre 2007 war mit „What Doesn´t Kill You...“ ein neues Studioalbum von Peterson, Andrew MacDonald und Paul Whaley erschienen, das in Bonn natürlich live vorgestellt wurde (das Highlight stellt der an frühe Rose Tattoo erinnernde Bottleneck-Boogie ´Rollin´ Dem Bones´ dar). Bei lediglich zehn aufgeführten Songs hatte dies freilich leider zur Folge, dass das sträflich unterbewertete Material der achtziger Jahre aus Zeitgründen komplett unter den Tisch fallen musste. Aber auch so ist „Live At Rockpalast – Bonn 2008“ ein unverzichtbares Zeitdokument. Ohne ihren Hit ´Summertime Blues´ wurden BLUE CHEER sowieso niemals von der Bühne gelassen, aber das Herzstück des vorliegenden Mitschnitts ist ganz ohne Frage die eruptive, knapp halbstündige (!) Fassung von ´Doctor Please´ (im Original auf dem 1968er Debüt „Vincebus Eruptum“ zu finden). Leider ist auf Bonusmaterial verzichtet worden, ein Interview hätte den positiven Gesamteindruck abgerundet. Bonmot am Rande: Glaubt man dem DVD-Booklet, dann verwandelt sich das beschauliche Bonn in der englischen Übersetzung wie von Geisterhand in „Cologne“. Manch einen wird´s freuen...

REVIEW 26.04.2017

(DVD - Musik, RH 360, 2017)

TREAT - The Road More Or Less Traveled

(Frontiers/Soulfood) TREAT laufen im Frühherbst ihrer Karriere zu ganz großer Form auf. Bereits die 2010er Scheibe „Coupe de Grace“ war bärenstark, und der letzte Longplayer „Ghost Of Graceland“ ist für mich gar der beste der Schweden. Kein Wunder also, dass diese beiden Alben den Schwerpunkt der Show auf dem 2016er Frontiers Rock Festival in Italien bilden, der von alten Hits wie ´Get You On The Run´, ´Conspiracy´, ´Skies Of Mongolia´ und natürlich ´World Of Promises´ prächtig abgerundet wird. Ein Knaller jagt den nächsten, sodass man sich angesichts dieser herausragenden kompositorischen Qualitäten fragt, warum Europe eigentlich so viel erfolgreicher waren bzw. sind. Auch live sind die Herren voll auf der Höhe und mit dem neuen Bassisten Pontus Egberg sogar noch besser als früher aufgestellt. Besonderheit bei dieser Show: H.E.A.T-Tastenmann Jona Tee springt an den Keyboards für Patrik Appelgren ein. Der Sound ist schön knackig und härter als auf den Alben, wirkt aber vor allem am Anfang der DVD nicht authentisch. Da wurde vor allem im Gesangsbereich wohl einiges nachbearbeitet, was ich mir nur durch technische Probleme erklären kann, da Treat sowohl beim letztjährigen Heat Festival als auch auf der eben absolvierten Tour sehr souverän abgeliefert und derlei Schönfärberei gar nicht nötig haben. Abgesehen von diesem Manko bietet dieser natürlich auch als CD erhältliche Mitschnitt rund 70 Minuten beste Unterhaltung.

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REVIEW 26.04.2017

(DVD - Musik, RH 360, 2017)

UNANTASTBAR - Live ins Herz

(Rookies & Kings/Soulfood) Mit ihrer ersten DVD/Blu-ray-Produktion untermauern UNANTASTBAR aus Brixen und Umgebung ihren Anspruch, Südtirols zweiterfolgreichster Deutsch-Rock/Punk-Export nach Frei.Wild zu sein. Im Mittelpunkt von „Live ins Herz“ steht das Ende 2016 mitgeschnittene Konzert aus dem ausverkauften (?) Aladin in Bremen in einer Länge von satten 110 Minuten respektive 27 Nummern. Dabei überzeugt das erfreulich fannahe Quintett mit einem starken Sound, guter Bildqualität/Kameraführung, einer sympathisch ungekünstelten Bühnenshow, viel Spielfreude und Ansagen in bestem Hochdeutsch. Was mir weniger zusagt, ist die Gesangs-Performance von Frontmann Joggl, dem für meine Begriffe ein bisschen der „asoziale Dreck“ fehlt, der beispielsweise die Stimmen von Kevin Russell oder Schulle von Toxpack auszeichnet, und dass ausgerechnet meine Lieblingsnummer ´Bomben vom Himmel´ fehlt, ist jammerschade. Weiteren Gegenwert fürs Geld gibt es in Form einer gut einstündigen Bonus-DVD, auf der UNANTASTBAR ihrer stetig wachsenden Fanbase – mit dem letzten Studioalbum war man auf Platz fünf der hiesigen Albumcharts – einen mit zahlreichen spontanen Statements, Interviews und Impressionen gespickten Blick hinter die Kulissen der letzten Headlinertournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz erlauben. Außerdem rühren die Jungs netterweise noch die Werbetrommel für ihre fränkischen Genrekumpel Toxigen, die mit zwei Livenummern vertreten sind.

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