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REVIEW 22.02.2017

(DVD - Musik, RH 358, 2017)

ARIA - 30 ???! - ????????? ???????/???????????? ????

(M2BA) Im „From The Underground“-Interview in Rock Hard 345 erzählten uns die russischen Vorzeigemetaller ARIA vom Ariafest, dem Doppelkonzert zum 30-jährigen Jubiläum der Band, das nun auf zwei DVD-Packages veröffentlicht wurde. Am ersten Abend, dem 28. November 2015, spielte sich die Combo quer durch ihre Bandgeschichte, was darin gipfelte, dass im zweiten Teil der Show immer mehr ehemalige ARIA-Mitglieder hinzustießen, sodass am Ende zehn Musiker auf der Bühne standen. Am zweiten Abend sollte der klassische Metal von ARIA noch klassischer werden, denn die Band spielte mit einem Sinfonieorchester zusammen. Dabei gaben allerdings die Metalmusiker eindeutig den Ton an, weshalb der imposanteste Teil der siebenminütige Auftakt ist, wo das Orchester allein spielt und das Publikum aus Leibeskräften den zugehörigen Text mitsingt. Der erste Ariafest-Abend wurde auf „30 ???! - ????????? ???????“ („30 Jahre! - Jubiläumskonzert“) mittels zwei DVDs und zwei CDs verewigt, der zweite mit je einer Bild- und einer Tonscheibe auf „???????????? ????“ („Aria klassisch“). Gute Unterhaltung ist garantiert, denn das Bühnendesign war aufwendig, die Musiker in bester Spiellaune, Bild und Ton sind in beiden Fällen tadellos. Die Aufmachung ist der absolute Hammer: Es handelt sich um Hardcover-Digipaks, in die ein Booklet mit vielen Fotos eingeheftet wurde, sodass die Packages wie gebundene Bücher anmuten. Interessenten gehen am besten auf $(LEhttp://www.facebook.com/ariarussiaofficial:www.facebook.com/ariarussiaofficial|_blank)$, da auf der Band-Homepage alles in kyrillischer Schrift abgewickelt wird.

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REVIEW 22.02.2017

(DVD - Musik, RH 358, 2017)

DEEP PURPLE - California Jam 1974

(Earmusic/Edel) Alter Wein in neuen Schläuchen? Das könnte man so sehen. Aber: Wenn es einen Auftritt gibt, der das Attribut „legendär“ verdient, dann ist es sicherlich die Performance der damals noch sehr jungen Mark-III-Besetzung von DEEP PURPLE am 6. April 1974 auf dem Gelände des Ontario Motor Speedway vor rund 200.000 Zuschauern. Allein aus diesem Grunde verdient der Konzertfilm „California Jam 1974“ schon das royale Reissue-Treatment: Das Filmmaterial (Bildformat: NTSC 4:3, Audio: Dolby Digital 2.0) inklusive wohldosiert eingesetzten Split-Screen-Spielereien wurde nicht nur aufwendig restauriert, sondern auch mit einem neuen Schnitt von Stephan Lier versehen. Die Linernotes warten dank eines aktuellen Interviews mit Glenn Hughes mit der einen oder anderen unbekannteren Backstage-Schmonzette auf. Auf der Bühne laufen Purple zu absoluter Hochform auf. Blackmores Gitarren-Improvisationen bei ´Mistreated´ sind reinste Magie. Die damaligen Neuzugänge Coverdale und Hughes teilen sich nicht nur die Leadvocals, sondern auch die Ansagen brüderlich und harmonieren dabei tadellos. Am Ende, bei der ausufernden ´Space Truckin´´-Jam, zerkloppt der „Man In Black“ nicht eines, nicht zwei, sondern gleich drei seiner geliebten Saiteninstrumente – Nummer zwei landet dabei mit voller Wucht direkt in der Linse des ABC-Kameramannes – und ein paar Amps und Monitorboxen gleich mit. Die raumgreifende Regenbogen-Deko auf der Bühne des „California Jam“ soll Ritchie Blackmore übrigens der Sage nach später bei der Taufe seines „Soloprojekts“ inspiriert haben. Das kompakte Bonus-Segment der DVD besteht aus von der Crew auf Super 8 gefilmten Backstage-Impressionen.

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REVIEW 25.01.2017

(DVD - Musik, RH 357, 2017)

ULI JON ROTH - Tokyo Tapes Revisited - Live In Japan

(UDR/Warner) Im Februar 2015 hat sich ULI JON ROTH vor der drohenden Schließung der Nakono Sun Plaza Hall noch einmal den Traum erfüllt, an den Aufnahmeort des legendären „Tokyo Tapes“-Albums der Scorpions zurückzukehren. Natürlich mit seinem „Scorpions Revisited“-Live-Programm, mit dem der Hannoveraner Gitarren-Weltstar in den letzten Jahren unerschrocken auch durch kleinste Clubs tingelte. Es scheint also eine echte Herzensangelegenheit zu sein. Auch in Tokio verzichtet man auf opulente Bühnendekorationen. Instrumente, Amps und Theaterlicht genügen, die Musik steht im Vordergrund. Im Falle des 62-Jährigen, der so quirlig und virtuos wie ein 30-Jähriger musiziert, ist das mehr als angemessen. Es ist ein Genuss, Roth in jeder Sekunde dieser DVD zuzusehen. Selbst sein mit Tremolo inszenierter Sololärm, bei anderen Gitarristen normalerweise ein Selbstgänger für eine Pinkelpause, lässt einen den Atem anhalten. Umso mehr fällt auf, dass seine Mitstreiter hier bestenfalls nur mitschwimmen, aber nicht auf Augenhöhe dagegenhalten können. Das ist selbstredend kein Vorwurf an die halb so alten Jungs von Crystal Breed, die sich musikalisch blitzsauber aus der Affäre ziehen. Dass sich Zweitsänger Niklas Turmann an das einst 1978 von Klaus Meine intonierte japanische Volkslied ´Kojo No Tsuki´ heranwagt (und die Aufgabe meistert), nötigt sogar großen Respekt ab. Die Fußstapfen von „Tokyo Tapes“ sind halt riesengroß. Die Kritik richtet sich eher an den Hauptsänger Nathan James, der mit seiner souligen Rockröhre zwar einigermaßen punkten kann, aber ansonsten blass bleibt und so wirkt, als könne er am nächsten Tag in einem Tokioter Kaufhaus genauso gut Damenstrümpfe anpreisen. Unterm Strich ist „Tokyo Tapes Revisited“ eine etwas zu biedere Nostalgie-Show für daheimgebliebene Roth-Fans, die von der bärenstarken Setlist mit wenig strapazierten Klassikern wie ´Dark Lady´, ´Pictured Life´ oder ´Fly To The Rainbow´ lebt.

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