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REVIEW 24.09.2014

(DVD - Musik, RH 329, 2014)

STATUS QUO - The Frantic Four´s Final Fling. Live At The Dublin O2 Arena

(EarMusic/Edel) Es gehört zu den Kuriositäten der Musikgeschichte, dass STATUS QUO ihre Reunion im klassischen Line-up zunächst begrenzen wollten, am letzten Showtag (London, Wembley Arena) noch eine DVD mitschnitten, um wenig später die Pläne über den Haufen zu schmeißen. Die DVD erschien natürlich trotzdem. Aber Herr Rossi war der Meinung, dass das alles noch besser geht, und nahm einen zweiten Anlauf, diesmal u.a. mit Konzerten in Kontinentaleuropa. Den ausgehungerten Fans war es recht, und nun liegt eine zweite DVD mit identischem Line-up und der gleichen Optik, aber unterschiedlicher Setlist, aus Dublin vor. Und tatsächlich dürfte dieser Mitschnitt dem STATUS QUO-Leader erheblich besser gefallen. Die Band ist knackiger eingespielt, und die Bilder (in London eine professionell ausgeleuchtete Bühne, die einen in alte Gesichter blicken ließ) lösen endlich das Versprechen einer Zeitreise ein. Die neue Filmcrew schießt auf Vintage-Verstärker, abblätternden Lack bei den Gitarren, übersättigt die Gegenlicht-Aufnahmen wie in Analog-Übertragungen der Siebziger und schneidet den „Old School“-Bühnenaufbau sowie Fan-Aufnahmen dazwischen. Pluspunkte sind der entfesselt aufspielende Rick Parfitt (im Jeans-Look mit klassischer blonder Mähne) und eine Traum-Setlist mit zahlreichen Höhepunkten von „Ma Kelly´s Greasy Spoon“ (1970) bis „Blue For You“ (1976). Bei Longtracks wie ´Forty-Five Hundred Times´ oder ´Roadhouse Blues´ steigern sich die „rasenden Vier“ sogar in ekstatische Jams, die dem jugendlichen Enthusiasmus der Siebziger in nichts nachstehen. Dass man ein paar alters- und krankheitsbedingte Abstriche machen muss, ist klar, für Quo-Fans ist diese DVD dennoch ein Pflichtkauf.

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REVIEW 23.07.2014

(DVD - Musik, RH 327, 2014)

THE WHO - Quadrophenia - Live In London

(Polydor/Universal) Unglaublich, mit was für einer Energie Pete Townshend und Roger Daltrey immer noch die alten THE WHO-Klassiker runterschroten. Unterstützt von einer extrem versierten Mini-Bigband, zocken die beiden Endsechziger beim letztjährigen Abschlusskonzert ihrer „Quadrophenia And More Tour“ in der Londoner Wembley Arena ihr komplettes, bis heute völlig unantastbares ´73er Konzeptdoppelalbum plus diverse Bonustracks und wirken im Gegensatz zu den wenigen anderen noch aktiven Helden aus der frühen Hardrock-Ära – man hat 1961 in etwa zeitgleich mit den heute arg schlappen Stones angefangen – fast so, als wären sie direkt aus einer Zeitmaschine auf die Bühne gefallen. Klar, Daltrey singt heutzutage einiges ´ne Oktave tiefer, aber er hat immer noch immens viel Kraft in der Stimme, und Townshend wütet nach wie vor wie ein angepisster Twen über die Bretter. Die etwas orchestraleren Arrangements nehmen den Zehn-Punkte-Hymnen nichts von ihrer Urgewalt, und die perfekt in das Bild- und Tonspektakel hineinmontierten Audio- und Videogastspiele der im Rock´n´Roll-Felde gebliebenen Keith Moon und John Entwistle machen diesen sehr geschmackvoll inszenierten Gig zu einem Gänsehäuter allerhöchster Güte, der als letzte Zugabe völlig überraschend das sehr ruhige „Endless Wire“-Stück ´Tea & Theatre´ auffährt. Den Mitschnitt gibt´s als DVD/Blu-ray und Doppel-CD sowie in einer einem Vespa-Scheinwerfer nachempfundenen Metallbox, die neben einigen verzichtbaren Gimmicks auch die 5.1-Abmischung der „Quadrophenia“-Studiofassung auf Blu-ray enthält. Beinharte Fans werden die nicht ganz günstige Box schick finden, für alle anderen gibt´s den grandiosen Surround-Mix auch als separate Blu-ray (eine DVD-Version steckte bereits in der „Quadrophenia“-Director´s-Cut-Box).

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