Review

Reviews 9.0

BLOODBATH

Grand Morbid Funeral

Ausgabe: RH 331

Peaceville/Edel (46:31)
Als BLOODBATH Paradise Losts Nick Holmes als neuen Sänger präsentierten, sorgten sie für eine handfeste Überraschung, schließlich hatte das schwedische Allstar-Konglomerat mit Swanö, Tägtgren und Åkerfeld immer mächtige Growler am Mikro. Und wie klingt´s? Verdammt stark! Zwar hat auch an Herrn Holmes der Zahn der Zeit genagt, weswegen er nicht mehr so voluminös wie auf „Lost Paradise“ tönt. Was er aber mitbringt, ist Charakter. Sein grobkörniges, knarziges Growlen passt perfekt zu den Songs, die sich nach dem Morbid-Angel-lastigen ´The Fathomless Mastery´ in Sound und Riffing wieder mehr in Richtung Skandinavien orientieren. Davon zeugt bereits der ohne Intro-Gedöns lospolternde Opener ´Let The Stillborn Come To Me´ während man hier und da (´His Infernal Necropsy´) Greg Mackintoshs Leadgitarre zu vernehmen glaubt. Auch das mit breitem Arrangement sowie sparsam eingesetzten Chören und Streichern epische Dramatik transportierende Titelstück sei erwähnt. Nach dem ruppigen Vorgänger ist „Grand Morbid Funeral“ wieder ein sehr rundes Album geworden, das nicht zuletzt durch Holmes´ Vocals nie zu gefällig, sondern schön verrottet tönt.

Autor:
Sebastian Schilling

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