Review

Reviews 7.5

BLACK SPACE RIDERS

Amoretum Vol. 1

Ausgabe: RH 369

Black Space/Cargo (44:55)
Hm, tja. Wie wäre es mit: Hirn frisst Hose? Irgendwie so lautet wohl mein (sehr persönliches, überpointiertes und womöglich vorläufiges) Urteil zum mittlerweile fünften Album der BLACK SPACE RIDERS aus Münster. Proggy, psychey, stoney - knackig produziert, handwerklich tadellos, behende zwischen Genres umhertänzelnd, jede Songperle schimmert in einer anderen Farbe, dennoch wirkt alles, als käme es aus dem sprichwörtlich einen Guss. Und trotzdem tumort da ein ungutes Gefühl: Als wolle die Band zu viel und vor allem immer alles richtig machen (= Hirn), habe aber eben über diese streberhafte Eiferei hinweg vergessen, was sie überhaupt antreibt (= Hose). Ich weiß nicht recht, das spielt in einer Liga mit: Ein Meisterschüler am Konservatorium covert Johnny Cash, ein Germanistik-Professor erklärt Witze von Loriot, ein Psychoanalytiker seziert Shakespeares Liebessonette. Ihr ahnt, was ich meine? Hm, tja. Das Album ist Note für Note natürlich besser, als diese nörgelige Kritik andeutet. Wie viel besser? Muss am Ende jeder für sich selbst beantworten.

Autor:
Thorsten Dörting

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