Review

Reviews 7.5

BLACK RAINBOWS

Pandaemonium

Ausgabe: RH 371

Heavy Psych/Cargo (45:54)
Im letzten BLACK RAINBOWS-Review schrieb ich von einem Bandboss, der vor meinem geistigen Auge verträumt mit einem Mofa durch die Gassen von Rom pröttelt. Nun, aus dem motorisierten Fahrrad ist ein schwer röhrendes Motorrad geworden. Die „schwarzen Regenbogen“ haben den Muff der Siebziger gegen einen fuzzy Metal-Sound getauscht, und die zusätzlichen Pferdestärken stehen der Band bestens. Kräftig angeschoben vom neuen Drummer Filippo Ragazzoni und übersetzt mit einer knackigen Produktion, wirkt „Pandaemonium“ wie eine Frischzellenkur für die immerhin seit 2007 bestehende italienische Stoner-Legende, die letztlich immer noch wie eine Mixtur aus Black Sabbath, Fu Manchu und Monster Magnet klingt. Es gibt genug Bands in diesem Genre, die gerne unheimlich knarzig, heavy und psychedelisch sein möchten, in der Regel aber keine Songs schreiben können oder die Details nicht auf die Reihe kriegen. Das kann man von BLACK RAINBOWS nicht behaupten. Die Platte ist von vorne bis hinten wirklich gut, wenngleich der Band immer noch Künstlerhabitus und Eigenständigkeit fehlen (siehe Kadavar), um zur Speerspitze des Genres aufzuschließen. Knapp dahinter ist aber auch nicht schlecht.

Autor:
Holger Stratmann

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