Review

Reviews 8.0

BLACK COUNTRY COMMUNION

Afterglow

Ausgabe: RH 306

Mascot/Rough Trade (57:56)

Anscheinend wird „Afterglow“ das letzte richtige Lebenszeichen der Allstar-Ansammlung BLACK COUNTRY COMMUNION bleiben (siehe Interview weiter vorne im Heft), und egal, ob es Zufall, Absicht oder eine selbsterfüllende Prophezeiung war: Der Titel, der übersetzt u.a. „Nachglühen“ oder „Nachglanz“ bedeutet, muss somit natürlich als programmatisch gewertet werden. Man darf das bedauern, man kann sich aber auch gerne mit Glenn Hughes (v./b.) über ein einmal mehr knackig intoniertes, unaufgeregt komponiertes Hardrock- und Classic-Rock-Album freuen, das das hohe Niveau der beiden Vorgänger bestätigt. Zwar fällt durchaus auf, dass sich Joe Bonamassa (g.) diesmal im Hintergrund hält (sein Höhepunkt ist der jazzig-proggige Soloausflug in ´Common Man´); der Rest der Truppe macht diese Anflüge von Unlust in von Kevin Shirley einmal mehr amtlich in Szene gesetzten Genre-Glanzpunkten wie den eingängigen ´This Is Your Time´ und ´Midnight Sun´, den souligen ´Big Train´ und ´Cry Freedom´, dem mit diversen Led-Zep-Vibes angereicherten Titelsong und dem so ruhigen wie angenehm klischeearmen ´The Circle´ aber allemal wett. Der Rest der Platte ist nur wenig auffällig, das ärgert einen allerdings nicht wirklich: Das Unterjubeln von diversem Füllmaterial gilt bei BCC ja bereits seit Album Nummer eins mehr oder weniger als Trademark.

Autor:
Boris Kaiser

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