Review

Reviews 8.5

BIOHAZARD

A State Of The World Address

Ausgabe: RH 84

Perfekter hätten es BIOHAZARD nicht machen können. Etwas zugänglicher, etwas grooviger, etwas ausgefeilter, aber nie einen Schritt zu weit in eine Richtung gehend, die den Wechsel zur Industrie mit musikalischem Sellout in Verbindung bringen könnte. Absolute Highlights sind nicht nur kompakte Tracks wie 'DFL' und der Titelsong, die die typischen BIOHAZARD-Mosh-Parts mit Speed-Ausbrüchen verbinden und dadurch eine unglaublich massive Energie freisetzen, oder die extrem groovigen 'Lack There Of' und 'What Makes Us Tick'. Auch komplexeres Material wie 'Failed Territory' und das abschließende 'Love Denied' zeigt die New Yorker auf einem bislang nie erreichten Qualitätsstandard. Dazu kommen die gewohnt wohldosierten HipHop-Elemente (am eindrucksvollsten auf 'How Is It') und die insgesamt deutlich melodiösere Leadgitarren-Arbeit. Obwohl einen die 14 Songs bei einer Spielzeit von 60 Minuten fast erschlagen, kristallisieren sich selbst nach mehrmaligem Hören keine Tracks heraus, die den hohen Standard nicht halten können. Das ganze Album wirkt wie aus einem Guß. Die Texte kommen allerdings nach wie vor nicht ohne Tough-Guy-Platitüden aus, auch wenn nicht mehr ganz so dick aufgetragen wird wie in der Vergangenheit. Wie heißt es doch so schön bei 'Pride'? "Things have changed and I've arranged..." Der Reifeprozeß ist unüberhörbar. Klasse Platte!

Autor:
Jan Jaedike

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