Review

Reviews 7.5

BELLADONNA

Belladonna

Ausgabe: RH 101

Nach drei langen Jahren der Abstinenz vom Show-Biz zieht Joey Belladonna mit neuer Band aus, seine ehemaligen Kollegen das Fürchten zu lehren. Dabei vertrauen BELLADONNA hauptsächlich auf die berühmte Stimme ihres Namensgebers und greifen stilistisch häufig in die Trickkiste á la Anthrax. Das mag zwar durchaus legitim sein, ob dieser Weg jedoch erfolgreich ist, bleibt abzuwarten. ,,Belladonna'' ist beileibe keine schlechte Scheibe, im Gegenteil, doch irgendwie fehlt es hier am letzten Kick. Im Vergleich zu Grip Inc., die ebenfalls einen prominenten Aussteiger in ihren Reihen haben, mangelt es hier an Profil. Die Songs wirken maßgeschneidert auf das Organ von Joey, der auf diesem Debüt auch engagierter und gefühlvoller sein Mikro füttert als früher. Stücke wie 'Blunt Man' und 'Rob You Blind' erfreuen sich deshalb einer Intensität, die auf diesem Produkt selten ist, und sind mit einem saftigen Groove ausgestattet. 'Down & Out' - erinnert anfangs ein wenig an 'Trail Of Tears' von Testament - und das etwas zu lange, mit ein wenig Grunge versehene 'Taken By Force' gehören zu den weiteren Highlights. Doch offenbart ,,Belladonna'' leider auch einige Schattenseiten, wie zum Beispiel 'Power Trip'. Auch vom Sound durfte mehr erwarten - schließlich lag die Produktion in den Händen von Alex Perialas. Sooo verstaubt, wie die Mucke aus den Boxen wabert, ist der Heavy Metal von BELLADONNA denn auch wieder nicht.

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