Review

Reviews 8.5

ARTILLERY

B.A.C.K.

Ausgabe: RH 152

ARTILLERY gehörten in den 80ern zum Besten, was die europäische Speed- und Thrash-Szene zu bieten hatte. Als sich die dänische Combo einige Zeit nach dem Release ihres dritten und besten Albums "By Inheritance" trennte, verdingten sich die beiden Band-Köpfe, die Stützer-Brüder Morten und Michael, bei den eher durchschnittlichen Missing Link. Im Zuge des Reunion-Wahns holte man dann letztes Jahr Sänger Flemming Ronsdorf von seiner Beatles-Coverband zurück und machte sich daran, Material für ein neues Album zu schreiben. Und wider Erwarten haben es die mittlerweile als Trio (plus Session-Drummer) existierenden ARTILLERY geschafft, fast nahtlos an ihre ersten Versuche anzuknüpfen. Das programmatisch betitelte "B.A.C.K." ignoriert nahezu sämtliche Entwicklungen, die in den letzten acht Jahren vonstatten gegangen sind und rödelt sich konsequent thrashig durch zehn Tracks, die mit Pantera, Machine Head & Co. nix zu tun haben. Statt dessen quäkt sich Ronsdorf mal wieder ultrageil durch Speed-Granaten wie 'Cybermind', 'WWW' oder 'Theatrical Exposure' (bester Song des Albums!) und stellt mit jedem Ton klar, wer Dänemarks bester Metal-Export ist. (Klar, aber nur, wenn man noch nie was von King D., Mercyful Fate oder den Pretty Maids gehört hat... - Red.) Vielleicht waren die Erwartungen nicht ganz so groß, aber "B.A.C.K." läuft meiner bescheidenen Meinung nach mehrere Sekunden (macht nach Adam Rockhard 'nen halben Punkt) vor dem Agent Steel-Comeback ins Ziel.

Autor:
Boris Kaiser

AMAZON EMPFEHLUNG

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen.