Review

Reviews 8.0

ANVIL

Still Going Strong

Ausgabe: RH 184

Obwohl die letzten vier Releases der Canucks aufgrund zahlreicher Thrash-Keulen selbst bei einigen Die-hard-Fans auf herbe Kritik stießen: Mir haben die Teile ausnahmslos gefallen. Was auch an der nach wie vor vorhandenen Credibility des metallischen Urgesteins um Frontsau Lips und Monsterdrummer Robb Reiner liegen dürfte, die ihre musikalischen Ideale nie über Bord geworfen haben und heute noch exakt dem Sound frönen, den sie vor zwei Jahrzehnten maßgeblich mitgeprägt haben. Da passt der Titel der neuen Scheibe wie die Faust aufs Auge, zumal sich die Band mehr als zuletzt an ihren hart rockenden Roots orientiert und die eingangs genannten Einflüsse diesmal (leider) völlig ausgeklammert hat. Schade, denn ein paar Speedtracks hätten der nahezu durchgehend im Midtempo gehaltenen Scheibe gut getan.

Anyway: Songs wie der fett stampfende Opener ´Race Against Time´, die treibenden ´Sativa´ und ´Defiant´ oder das irre inszenierte, hektische ´Waiting´ hauen gut rein und dürften Old School-Bangern ein fettes Grinsen ins Gesicht zaubern. Wie überhaupt die komplette Scheibe mit jedem Durchlauf besser wird. Nicht unerwähnt bleiben soll allerdings auch, dass man tatsächlich die Frechheit besessen hat, den Uriah Heep-Classic ´Gypsy´ nahezu 1:1 zu kopieren und in ´In Hell´ umzubetiteln. Jungs, was soll das? Das habt ihr doch wirklich nicht nötig! Dafür gibt´s leichte Abzüge in der B-Note.

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