Review

Reviews 9.0

ANVIL

Speed Of Sound

Ausgabe: RH 141

Die kanadischen Holzfäller für alle Zeiten an ihren Jahrhundertscheiben "Metal On Metal" und "Forged In Fire" zu messen, macht kaum Sinn. Wenn man indes bedenkt, daß letztere Scheibe Ende '83 nahezu zeitgleich mit "Kill 'Em All" ins Rennen ging und wenn man den Qualitätsvergleich Klassiker/neuer Output auf "die andere Band" überträgt, dann ziehen Metallica (huch, is' mir jetzt rausgerutscht) sowie zig andere Veteranen, die hier aus verständlichen Gründen nicht genannt werden wollen, klar den kürzeren. ANVIL haben sich über die Jahre hinweg sämtliche Trademarks erhalten und ihrem Sound allenfalls minimale Veränderungen zugestanden. Diesmal hat's am Ende der CD sogar zu einer mehrsekündigen Autoexplosion gereicht, was in diesem Zusammenhang fast schon progressiv anmutet. Klar: Ein alter Hase wie Lips weiß, daß er seinen beinharten Jüngern kaum mehr Innovationen zumuten darf. Welcher Fan mag es schon, wenn sich eine in Ehren ergraute musikalische Legende plötzlich selbst ins Stuhlbein sägt? Eben! Ergo wird einmal mehr die bewährte Mischung aus flotten Power Metal-Tracks ('Speed Of Sound', 'Deadbeat Dad', 'Life To Lead') und knackigen Midtempostampfern ('Blood In The Playground', 'Matress Mambo') aufgeboten, die einen in den Sessel drückt und keine Verschnaufpause zuläßt. Same procedure as every year - und das ist gut so. So gut, daß ich am liebsten die Rezi zur letzten Scheibe bemüht und lediglich ein paar Songtitel ausgetauscht hätte. Ach ja: Mit dem saugeilen und erstmals in der Bandhistory (Tätärää!!) mit Blastbeatparts ausgestatteten 'No Evil' hat man einen künftigen Classic am Start, der sich als Anspieltip für Neueinsteiger regelrecht aufdrängt. Ergibt unterm Strich das erste Metal-Highlight des noch jungen neuen Jahres. Fazit: ANVIL - da weiß man, was man hat. Guten Abend.

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