Review

Reviews 9.0

ANNIHILATOR

Carnival Diablos

Ausgabe: RH 165

(59:45) Ein wenig gespannt war ich schon, wie sich Joe Comeau als Leadsänger von ANNIHILATOR schlagen würde. Klar, auf Liege Lords "Master Control"-Album konnte der Mann schon seine Fähigkeiten unter Beweis stellen, aber seitdem sind über zehn Jahre ins Land gezogen. Verlernt hat Joe aber sicher nichts, ganz im Gegenteil: Auf "Carnival Diablos" demonstriert der Junge, dass er sogar noch ordentlich dazugelernt hat. Seine angenehme, teils aggressive, aber überwiegend melodische Stimme passt hervorragend zu den Kompositionen aus der Feder von Jeff Waters. Stellenweise überrascht er gar mit ein paar Halford-mäßigen Schreien ('Time Bomb'). Und was gibt's von der musikalischen Front zu vermelden? Nun, die Platte startet relativ unspektakulär mit einem typischen, aber nicht herausragenden Uptempo-Thrasher, steigert sich dann aber von Minute zu Minute. Schon die beiden folgenden Arschtreter 'The Perfect Virus' und 'Battered' sorgen beim geneigten Zuhörer ob der genialen Gitarrenarbeit der Herren Waters und Davis für ungläubige Blicke, das anschließende Titelstück ist hingegen eine Midtempo-Hymne par excellence. Gleiches gilt für 'The Rush', das ein wenig an den ANNIHILATOR-Feger '21' erinnert. Ganz toll sind auch das extrem gefühlvolle Instrumental 'Liquid Oval', der brutale Nackenbrecher 'Epic Of War' oder Waters' AC/DC-Hommage 'Shallow Grave', eine echte Stimmungsgranate. Weil auch sonst weit und breit keine Ausfälle zu entdecken sind, sich stattdessen bei jedem Durchlauf neue, versteckte Details finden lassen, sehe ich keinen Grund, hier weniger als neun Punkte zu verteilen. Well done, Mr. Waters - jetzt sind wir alle auf die Live-Premiere des neuen Line-ups gespannt!

Autor:
Frank Albrecht

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