Review

Reviews 8.5

ANGEL DUST

Bleed

Ausgabe: RH 144

Als ANGEL DUST 1998 mit ihrer Comeback-Scheibe "Border Of Reality" nach zehn Jahren zurück auf der Bildfläche erschienen, war die Überraschung groß. Das lag nicht nur an der melodisch-progressiven Ausrichtung, sondern vor allem am enorm hohen Qualitätslevel, das den Zweiflern den Wind aus den Segeln nahm. Mit dem recht zügig fertiggestellten "Bleed" zeigt die Combo um Szene-Urgestein Banx nun ein weiteres Mal, daß sie stärker als je zuvor ist, und liefert neun Tracks ab, die mehr denn je irgendwo zwischen Dream Theater, Savatage und einer gehörigen Portion Eigenständigkeit hin und her pendeln. Für letztere zeichnet auch Ausnahmesänger Dirk Thurisch verantwortlich, der mit seiner angenehmen und - wenn nötig - auch aggressiven Stimme erneut unter Beweis stellt, daß er in Deutschland zu den Besten seiner Zunft in Deutschland gehört. Tracks wie der bereits live vorgestellte Titelsong und Opener, das ultrageile 'Never', das eingängige 'Addicted To Serenity' oder das gemächlich groovende 'Sanity' brauchen sich auch vor internationalen Vergleichen zu keiner Sekunde verstecken. Dazu kommen noch zwei schöne Balladen: 'Follow Me (Part I)' erinnert allerdings streckenweise etwas zu stark an 'Silent Lucidity', und 'Liquid Angel' baut enorm auf Kevin Moore-beeinflußten Key-Sounds auf. Diese beiden Schönheitsfehler tun dem bärenstarken Album aber keinen Abbruch, so daß jeder qualitätsbewußte Melo-Banger zuschlagen muß. Super!

Autor:
Boris Kaiser

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