Review

Reviews 8.0

ANATHEMA

Distant Satellites

Ausgabe: RH 325

Kscope/Edel (56:48)
ANATHEMA haben das Kunststück fertig gebracht, sich auch ohne die üblichen Pop-Mechanismen (Videos, Singles, Marketing) am Rande der Metalszene eine treue Fangemeinde zu erspielen. Mit ihren melancholischen, oft „leicht“ beginnenden Singer/Songwriter-Stücken hat die Band ihre eigene Marktlücke gefunden. Wer große Gefühle mit nordenglischem Flair sucht, wird bei den Liverpoolern fündig. Obwohl die Band beim Prog-Label Kscope veröffentlicht, braucht man wahrlich kein Mathematik-Studium, um die Musik von ANATHEMA zu verstehen. Das Geheimnis ihres Live-Erfolgs sind simpel strukturierte Ein-Riff-Wunder, die die Truppe mit Vorliebe vehement und laut auswalzt. Diese Formel funktioniert auch auf „Distant Satellites“ wieder mal prächtig. Abwechslung erhält die Musik durch den ausdrucksstarken Gesang von Vincent Cavanagh, gerne auch im Duett mit Lee Douglas. Ab und an erhält die Dame den Vortritt, was zusammen mit den prägnanten Keyboard-Melodien (´Ariel´) immer wieder für Gänsehaut sorgt. ANATHEMA haben diesmal mehrere Songs locker musikalisch miteinander verbunden und arbeiten gelegentlich mit Loops und Beats. Was für handgemachte Musik wie ein Widerspruch aussieht, verschafft den Musikern aber nur eine zusätzliche Spielwiese für ihren Sound. Ein in sich sehr geschlossenes und harmonisches Album, das Fans der Band wohlwollend in Empfang nehmen werden.

Autor:
Holger Stratmann

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