Review

Reviews 8.0

ALPHA TIGER

iDentity

Ausgabe: RH 332

Steamhammer/SPV (49:33)
Schade, dass das tendenziell trashige Artwork von „iDentity“ mit seiner Retro-Lastigkeit auf eine eher falsche Fährte lockt, denn obwohl sich auch ALPHA TIGER gerne in der Vergangenheit bedienen, haben sie mit aktuellen Trends - Stichworte: NWOBHM, Vintage-Soundgewand, Early-80s-Looks, okkultes Brimborium - nichts zu tun. Stattdessen orientieren sie sich auch auf ihrem dritten Album genauso am melodisch-anspruchsvollen US-Metal der späten Achtziger und frühen Neunziger (Queensryche, Lethal, Lizzy Borden zu „Master Of Disguise“-Zeiten) wie an den alten Spitzen des German Metal, wobei man nach wie vor nicht nur aufgrund der einmal mehr begeisternden Vocals von Stephan Dietrich Helloween nennen muss (´Identity´, ´Revolution In Progress´), obwohl man manchmal den Eindruck gewinnt, das sei in Teilen der „Szene“ nicht gewünscht, weil „uncool“. Die Sachsen transportieren das, was einmal war, mit ihrer angenehmen Uns-doch-egal-Attitüde aber derart charmant und selbstverständlich in die Gegenwart, dass sie immer frisch und frei klingen und eben niemals nach Tribut oder gar Plagiat. Dass „iDentity“ am Ende mit ´Shut Up & Think´ und ´This World Will Burn´ ein wenig schwächelt, ist zwar doof; das trübt die Freude über vorangegangene Genre-Höhepunkte wie den superben Opener ´Lady Liberty´, den Grower ´Long Way Of Redemption´ (geile Gitarren!) oder das zurückhaltende ´Closer Than Yesterday´ aber nur wenig.

Autor:
Boris Kaiser

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