Review

Reviews 7.0

AKTOR

Paranoia

Ausgabe: RH 334

High Roller/Soulfood (34:54)
Natürlich ist Chris Black einer der umtriebigsten, kreativsten und übrigens auch sympathischsten Köpfe der Szene, und man kann seinen immensen musikalischen Output bewundern. Man darf aber auch mal feststellen, dass die zwei richtig großen Alben seiner Karriere, also kleine Klassiker, die immer bleiben werden, bereits fünf (Dawnbringers „Nucleus“) bzw. vier Jahre (High Spirits´ „Another Night“) zurückliegen, ohne ihn zu diskreditieren. „Paranoia“, eingespielt mit den beiden auch bei Circle und Pharaoh Overlord aktiven Finnen Jussi Lehtisalo und Tomi Leppänen, gehört nun zu den seltsamsten Platten, für die der Amerikaner bisher verantwortlich zeichnet: Der Hardrock und Heavy Metal von AKTOR atmet Classic Rock und Psychedelic, ist aber ganz anders arrangiert und positioniert als die Musik beinahe der ganzen, regelrecht hippen Konkurrenz, viel poppiger, straighter, offensichtlicher. Das funktioniert in den Spitzen (´Too Young To Die´, ´Six Silver Suns´, ´Something Nasty´) sehr gut, sorgt mit seinen mal verqueren, mal lediglich komischen Melodien in Verbindung mit gerne spacigen, oft aber einfach nur cheesigen Keyboards mit Neue-Deutsche-Welle-Flair (´Stop Fooling Around´, ´I Was The Son Of God´) aber auch recht häufig für hochgezogene Augenbrauen. Ohne Arroganz und „Szenespaltung“: für Profis only.

Autor:
Boris Kaiser

AMAZON EMPFEHLUNG

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen.