Review

Reviews 8.0

AIRBAG

The Greatest Show On Earth

Ausgabe: RH 320

Karisma/Soulfood (50:20)

Ob der Albumtitel ein Tribut an die gleichnamige britische Prog-Band der frühen Siebziger ist? Man weiß es nicht, aber The Greatest Show On Earth präsentierten sich gerne etwas raubeiniger, und bei AIRBAG denkt man vor allem: ganz schön elegant. Auch auf ihrer dritten abendfüllenden CD orientieren sich die Norweger an drei Eckpfeilern, und das darf man durchaus ambitioniert finden. Die Gesangslinien? Streckenweise Pink Floyd pur. Die saubere, manchmal nur angezerrte Gitarre? Auch Pink Floyd. Aber in ihrem sprechenden, singenden Ton vor allem Marillions Steve Rothery. Und die Rhythmik, die Beats, wenn sie vonnöten sind? Porcupine Trees großer Gavin Harrison (der ja völlig zu Recht von Robert Fripp als neuer King-Crimson-Drummer ausgewählt wurde). AIRBAG sind dennoch weit mehr als Copycats: Ihr unaufgeregtes, trotzdem aufregendes Songwriting funktioniert in „normal“ aufgebauten Songs genauso gut wie in den beiden Longtracks ´Call Me Back´ und ´Surveillance (Part 2-3)´, ihr Gespür für mehrheitsfähige Melodien ohne Kitschgefahr macht sie zu Brüdern im Geiste von a-ha, Talk Talk oder Blackfield; Bands, die die Skandinavier selbst als Einflüsse nennen. Natürlich ist auch im sogenannten „New Artwock“ nichts mehr neu. Aber solange Protagonisten wie AIRBAG auf höchstem Niveau verharren, braucht man sich nicht zu beschweren.

Autor:
Boris Kaiser

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