Review

Reviews 9.0

ACCEPT

Blind Rage

Ausgabe: RH 328

Nuclear Blast/Universal (58:38)
Hut ab! Neben Kreator gibt es momentan keine andere weltweit agierende Metal-Institution, die regelmäßig erstklassige Alben abliefert. Mit anderen Worten: ACCEPT veröffentlichen mit „Blind Rage“ das dritte starke Album in Folge und schaffen damit eines der beeindruckendsten Comebacks der Metal-Geschichte. Es mag harte Arbeit sein, den typischen ACCEPT-Sound jedes Mal aufs Neue zu erfinden, ohne das eigene Fahrwasser zu verlassen, aber „Blind Rage“ klingt vor allem lässig und leicht. Das ist schon überraschend, wenn man bedenkt, wie verkrampft und schwerfällig manch jüngere Outputs von vergleichbaren Schlachtschiffen wie Iron Maiden oder Judas Priest ausfielen. Songs wie ´Dying Breed´, ´Dark Side Of My Heart´, ´Fall Of The Empire´ oder ´200 Years´ sind Metal-Hymnen für die Ewigkeit, natürlich perfekt gespielt, aber auch mit genügend Enthusiasmus und Kante dargeboten. Ein gutes Beispiel ist die Gitarrenarbeit von Wolf Hoffmann, der zwischen Härte, Dynamik, Feingefühl und Melodie immer den richtigen Ton findet und auch mal einen angezerrten AC/DC-Akkord einstreut, um Spannung zu erzeugen. Die Reibeisenstimme von Mark Tornillo ist im Gesamtsound hervorragend integriert und klingt erstaunlich selbstsicher. Er ist nach drei Alben endgültig bei ACCEPT angekommen und überrascht mit gut formulierten Texten, die sich in den Hirnen der Fans einbrennen werden. Damit knüpfen ACCEPT unweigerlich an die eigenen Klassiker wie „Balls To Wall“ oder „Restless And Wild“ an. Lediglich der gutklassige Opener ´Stampede´ wirkt trotz der überragenden Gitarren vergleichsweise ein wenig blass. So was nennt man dann Kritiker-Jammern auf höchstem Niveau.

Autor:
Holger Stratmann

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