Review

Reviews 7.0
Doom Metal

A PALE HORSE NAMED DEATH

Infernum In Terra

Label: Long Branch/SPV
Dauer: 54:32
Ausgabe: RH 412

Recht so: Statt auf der faulen Haut zu liegen respektive die Pandemie einfach auszusitzen, hat Sal Abruscato aus der Not eine Tugend gemacht und kurzerhand das vierte Studioalbum seines A PALE HORSE NAMED DEATH-Soloprojekts eingetütet. Dass der ehemalige Drummer von Type 0 Negative und Life Of Agony für „Infernum In Terra“ (Lateinisch für „Hölle auf Erden“) nicht nur sämtliche Musik und Texte komponierte, sondern bis auf die Gitarrensoli auch wieder alle Instrumente im Studio selbst einspielt hat, nötigt Respekt ab. Zumal Sal auch als Sänger eine passable Figur abgibt, auch wenn die gerne bemühten Vergleiche mit Grunge-Ikone Layne Staley ein wenig übertrieben sind. Mit der hypnotischen Gänsehautstimme des leider viel zu früh verstorbenen Alice-In-Chains-Frontmanns kann der NewYorker nur partiell mithalten. Musikalisch kredenzt uns der „bleiche Gaul“ erneut ein stark doomlastiges, sehr düsteres Album mit reichlich Black-Sabbath- und Type-0-Vibes. Dass die auf den ersten APHND-Scheiben noch stärker präsenten Gothic-Einflüsse mehr in den Hintergrund getreten sind, stört indes weniger. Dafür fehlt es der Scheibe ein bisschen an Abwechslung bzw. zwei, drei etwas flotteren Nummern und dem einen oder anderen kleinen „Hit“.

Autor:
Buffo Schnädelbach
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