Teaser

Teaser

Teaser

Teaser

REVIEW 6.0 20.03.2019

(Album, RH 383, 2019)

INTO ETERNITY - The Sirens

Zehn bewegte Jahre haben INTO ETERNITY seit ihrer letzten Platte hinter sich, wobei das einschneidendste Ereignis wohl der Wechsel von Übersänger Stu Block zu Iced Earth war. Doch auch in anderer Hinsicht hat die Band diese Zeit nicht unbeschadet überstanden, wie das neue Album „The Sirens“ zeigt. Naheliegend wäre diesbezüglich die Vermutung, dass die neue Sängerin Amanda Kiernan die Schuld daran trägt. Doch im Gegenteil: Sie macht ihren Job tadellos, und durch den größeren Kontrast zwischen dem Leadgesang und dem männlichen Gegenpart haben INTO ETERNITY sogar neuen Reiz hinzugewonnen. Allerdings hat Mastermind Tim Roth, dem lediglich Bassist Troy Bleich die Stange gehalten hat, bei den Umbesetzungen wohl einen wichtigen Kreativpartner verloren, denn die meisten Stücke lassen den früheren Pfiff vermissen. Da ist die Tatsache, dass man die Gitarren mehrmals bei Quasi-Selbstzitaten ertappt, nur eines der Symptome. Das wohl größte Problem ist aber die klangliche Seite der Platte: Selbst wenn man sich wie bei ´Devoured By Sarcopenia´ dem Esprit von einst annähert, dauert es nicht lange, bis einem die katastrophal unnatürlich klingenden Drums den Hörspaß vermiesen. Somit ist „The Sirens“ zwar kein kompletter Reinfall, aber eben doch meilenweit von jenen schwindelerregenden Höhen entfernt, in denen die Kanadier schon ab ihrem unbetitelten 1999er Erstling und mindestens bis zum 2006er Werk „The Scattering Of Ashes“ rumgeklettert sind.

Teaser

REVIEW 8,5 20.03.2019

(Album, RH 383, 2019)

DEVIN TOWNSEND - Empath

DEVIN TOWNSEND war ja schon immer der Mann der tausend Schubladen, aber was er auf „Empath“ aus dem Hut zaubert, toppt in Sachen Stilvielfalt alle seine bisherigen Werke. Schon im hyperbombastischen Ohrwurm 'Genesis' steckt von Extrem-Metal über Rock-Musical bis hin zu Sakralopulenz und Ambient so ziemlich alles, was der megakreative Kanadier in den letzten 20 Jahren im Köcher hatte, und in 'Sprite' brennt die Songwriting-Kerze an so vielen Enden gleichzeitig, dass man auch nach x Durchläufen noch das Gefühl hat, zwei völlig unterschiedlichen Songs gleichzeitig zu lauschen - fordernd, aber auch sehr faszinierend. Als Albumeinstieg eignet sich am besten die vergleichsweise simple Hymne 'Spirits Will Collide', Strapping-Young-Lad-Fans dürften am schnellsten mit dem Zähnefletsch-Gehacke 'Hear Me' warm werden. Mit der symphonischen Dichtung 'Why?', die immer wieder atemberaubend ins Abgründige kippt, betritt Devin sehr überzeugend neues Terrain, während dem (alp-)traumfetzenhaften Elfminüter 'Borderlands' ein wenig die zwingenden Melodien fehlen und das 23-Minuten-Epos 'Singularity' nur im letzten Fünftel ganz großes Kopfkino bietet - davor klingt der Ideen-Overkill phasenweise wie eine zerrissene, zappaeske Zeitraffer-Variante der letzten halben Stunde von „2001“. Die grandiosen Momente überwiegen auf „Empath“ aber eindeutig, und vor allem kommt das Album ohne den naiven Pop-Kitsch aus, den Devin in den letzten Jahren immer wieder halb ironisch ausgepackt hat.

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen.