Suche

Teaser

Teaser

REVIEW 7.5 14.12.2018

(Album, )

MINUS ONE - Red Black White

(PLUS-MINUS) MINUS ONE vertraten 2016 Zypern beim Eurovision Song Contest, sind jedoch keine geklonte Popgruppe mit ein paar angezerrten Alibigitarren, sondern eine der derzeit besten modernen Hardrock-Bands Europas. Auf ihrem dritten Album servieren die Herrschaften äußerst professionell in Szene gesetzten Heavy Rock mit einer smarten AOR-Kante, einem satten Audioslave-Punch und ein paar Electronica-Schlenkern in Richtung Muse. Die raumgreifenden Riffs zünden sofort, die hochwertigen Hooklines auch - Ohrwürmer wie der Titeltrack, ´Psycho 5´ oder ´The Greatest´ dürften Fans von Acts wie H.E.A.T wunderbar reinlaufen. Michael Rensen 7,5 Mag sein, dass diese Zyprioten keine Casting-Band sind, dafür klingen sie aber so, als hätten Talentsucher eines betriebsblinden Majorlabels den Vintage-Trend kapiert und sich die erstbeste Kapelle aus diesem Spektrum gegriffen. MINUS ONEs Musik ist in keiner Weise „smart“, sondern von den Gesangsmelodien bis zu den Soli so was von „middle of the road“, dass man sie auch als Coldplay oder Maroon5 mit harten Gitarren beschreiben könnte. Wer sich von den schablonenhaften Kompositionen auf „Red Black White“ mitreißen lässt, kennt den wahren Retro-Jakob nicht, und warum sich Mighty Music nach den fulminanten Sea mit so wenig zufrieden geben, bleibt schleierhaft. Übrigens: Vergleiche mit Muse, deren Verfallsdatum schon seit Jahren abgelaufen ist, schmeicheln niemandem mehr. Andreas Schiffmann 4,5

Teaser

Teaser

REVIEW 8 14.12.2018

(Album, )

Storm The Gates

Mittlerweile auch schon wieder zehn Jahre führt Cronos die „neue“ VENOM-Besetzung mit Rage und Dante an. Den einen oder anderen Semi-Klassiker, etwa 'Long Haired Punks', haben die letzten beiden Studioalben durchaus zutage fördern können. Und auch „Storm The Gates“ geht als ziemlich passabel durch. Es mag sich zwar komisch anhören, wenn man ein neues VENOM-Album als „aufs Wesentliche reduziert“ beschreibt, aber genau dieser gewollte Minimalismus (inklusive Cronos-Produktion und einem extrem billig aussehenden Computergrafik-Cover) schlägt die Brücke zum unsterblichen Frühwerk der dreisten Drei. 'Bring Out Your Dead' ist ein Einstand nach Maß. Im Jahre 2018 sind VENOM natürlich mehr Punk'n'Roll als Black Metal, mehr Warfare als Mayhem, aber wer hat jemals etwas anderes behauptet? Auffällig ist, dass sich das Gros der 13 Nummern im Midtempo-Bereich (oder sogar darunter) bewegt, neue Geschwindigkeitsrekorde bricht „Storm The Gates“ jedenfalls nicht. Ein paar Stücke (etwa 'Notorious' oder 'Beaten To A Pulp') sind ein wenig konturlos, dafür entschädigen allerdings Brecher wie 'I Dark Lord', das mit ein wenig Fantasie als legitimer Nachfolger von 'Countess Bathory' durchgeht. '1000 Days In Sodom' kontert Cronos hier stilecht mit '100 Miles To Hell' aus, das schleppende 'Destroyer' wildert bei 'Warhead'. 'The Mighty Have Fallen' lässt zur Abwechslung mal die Tachonadel tanzen, während Rage sein Wah-Wah-Pedal zum Glühen bringt. 'Dark Night Of The Soul' hört sich wahlweise wie eine (ungewollte) Danzig-Parodie oder ein Toy-Dolls-Cover an. Wer VENOM liebt, wird „Storm The Gates“ schnell in sein Herz schließen. Allen anderen ist eh nicht mehr zu helfen.

Teaser

REVIEW 7.5 07.12.2018

(Dynamit, RH 379, 2018)

METAL CHURCH - Damned If You Do

„Damned if you do, damned if you don´t“? Ja, ein bisschen. Wie bei ALLEN Alben der Seattle-Legende seit „Hanging In The Balance“ von 1993 (!) gilt natürlich auch beim Kauf des frischesten Drehers: 1999 hat mit dem Comeback „Masterpeace“ ein neues Zeitalter begonnen, das - damit muss man sich einfach abfinden - qualitativ ein anderes ist als die Anfänge; Maßstäbe setzende Songs wie ´Metal Church´, ´Beyond The Black´, ´Watch The Children Pray´ oder ´Date With Poverty´ schreibt man eben wahrscheinlich nur in der eigenen Sturm-und-Drang-Phase. Die besten Stücke von „Damned If You Do“, der Titeltrack, das ungewöhnlich arrangierte ´The Black Things´ oder der Hit des Albums, das melodisch sehr konzentrierte ´Revolution Underway´, bewegen sich dabei auf dem Niveau der stärksten 45 Minuten des 2016er Vorgängers „XI“ - was im Umkehrschluss allerdings bedeutet, das man bei der diesmaligen Gesamtlänge weitere Abstriche in Kauf nehmen muss, denn die aktuelle Dreiviertelstunde kommt leider nicht ohne Ausfälle aus, bereits das an dritter Stelle platzierte ´By The Numbers´ ist ein kleiner Stinker, und ´Guillotine´ oder ´Monkey Finger´ tönen nicht überzeugender, eher im Gegenteil. Was auch „Damned If You Do“ letzten Endes aus dem Sumpf der Mittelmäßigkeit rettet, sind neben ´ner Handvoll wirklich gelungener Kompositionen dementsprechend die immer noch unnachahmlichen Vocals von Mike Howe sowie das Erste-Sahne-Gitarrenspiel Kurdt Vanderhoofs - und selbst Letzteres muss man sich ein wenig erarbeiten, denn die dumpfe Produktion entpuppt sich ebenfalls nicht gerade als förderlich. Aber auch das kennen wir ja seit mittlerweile beinahe 20 Jahren...

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen.