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REVIEW 8,5 19.06.2019

(Album des Monats, RH 386, 2019)

D-A-D - A Prayer For The Loud

Seit dem letzten Output von Dänemark's Finest sind immerhin acht Jahre vergangen, dazwischen war Jesper Binzer aus Langeweile mehr als respektabel solo unterwegs. Mit 'Burning Star' geht es gleich kurzweilig und ohne Umscheife flott zur Sache, der Sound der Platte ist am Maximum dessen, was man in Studios heute herstellen kann. „A Prayer For The Loud“ zeigt vor allem, dass D-A-D als Songwriter gereift sind. Die Platte wirkt besser sortiert und überlegter als so manches, was man zwischendurch glaubte, spontan raushauen zu können. So ist das Titelstück eine wunderbare Rock'n'Roll-Hymne mit Herz, 'The Sky Is Made Of Blues' ein typischer Roadmovie-Rocker mit US-Flair. Das sind tatsächlich späte Highlights im Katalog der Band, genauso wie die beiden tollen Balladen 'A Drug For The Heart' und 'If The World Just', die Jesper als hervorragend formulierenden Texter fast schon in ein neues Licht stellen. Ein-, zweimal muss sich die Band durch (immerhin!) krachige Rock'n'Roll-Sessions retten, weil der Aufbau nicht stimmig ist oder die Refrains etwas müde wirken. Der Rest ist Gute-Laune-Unterhaltung einer Band, die in ihrer langen Karriere eh meistens wusste, wo's langgeht. Unterm Strich eine starke Vorstellung, die es überraschend oft mit den Klassikern der Band aufnehmen kann. DISKOGRAFIE (Studioalben) Call Of The Wild (1986) D.A.D. Draws A Circle (1987) No Fuel Left For The Pilgrims (1989) Riskin´ It All (1991) Helpyourselfish (1995) Simpatico (1997) Everything Glows (2000) Soft Dogs (2002) Scare Yourself (2005) Monster Philosophy (2008) Dic.Nii.Lan.Daft.Erd.Ark (2011) A Prayer For The Loud (2019) LINE-UP Jesper Binzer (v./g.) Jacob Binzer (g.) Stig Pedersen (b.) Laust Sonne (dr.) DIE PATEN Wer mit den folgenden Bands etwas anfangen kann, dürfte auch an „A Prayer For The Loud“ Gefallen finden: AC/DC * Airbourne * Skid Row * Alice Cooper * Hardcore Superstar * Aerosmith * Guns N´ Roses * ZZ Top * Red Hot Chili Peppers * Nazareth * Krokus * Hollywood Vampires * Bullet * Mustasch * Mötley Crüe * Soundgarden * Spiders * Rhino Bucket * ´77 * Dizzy Mizz Lizzy

REVIEW 19.06.2019

(Dynamit, RH 386, 2019)

MY DYING BRIDE - A Harvest Of Dread

Mit „A Harvest Of Dread“ veröffentlichen MY DYING BRIDE eine wahrlich reizvolle Compilation. Auf fünf CDs wird die Karriere der traurigen Engländer auf eine interessante Art und Weise zusammengefasst. Während die ersten beiden CDs aus den jeweiligen Lieblingsliedern der Protagonisten Aaron Stainthorpe und Andrew Craighan bestehen, wartet CD Nummer drei mit dem ersten Demo „Towards The Sinister“ und Vorproduktions-Raritäten auf. Dies wird vor allem interessant, wenn man Düster-Welthits wie ´A Sea To Suffer In´, ´From Darkest Skies´ oder ´Your Shameful Heaven´ in einem völlig anderen Gewand erleben kann. Die vierte CD enthält weitere Pre-Production-Songs sowie rare Lieder von 7“- und EP-Veröffentlichungen, wie zum Beispiel das anbetungswürdige Swans-Cover ´Failure´. Die fünfte und letzte CD beinhaltet ein Live-Konzert aus dem Jahr 1997, welches soundtechnisch absolut hörenswert ist und „glücklicherweise“ die meisten Verzweiflungshymnen der Band aufweisen kann. Als wäre das nicht alles schon genug, um sofort in den nächsten Plattentempel zu kriechen, stecken die Scheiben in einem Hardcover-CD-Buch in LP-Größe. Dieses besteht aus der Biografie, Interviews sowie unzähligen nie veröffentlichten Fotos in fantastischer Qualität. Wer nun immer noch zögern sollte, sich diesen Almanach der Verzweiflung zuzulegen: Das Teil kostet umgerechnet knapp unter 50 Euro. Plus eine Packung Taschentücher.

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REVIEW 7,5 19.06.2019

(Dynamit, RH 386, 2019)

BATUSHKA - Hospodi

Keine Frage, BATUSHKA umgibt live eine besondere Aura, aber gerade bei einem so aufwendig und filigran gestalteten visuellen Konzept ist es interessant, die Musik außerhalb dieses Kontexts zu hören. „Hospodi“ ist das zweite Album der polnischen Black-Metaller, die sich aktuell untereinander im Rechtsstreit befinden und momentan an kaum jemandem vorbeiziehen, ohne Eindruck zu hinterlassen. Grundsätzlich hat „Hospodi“ einen noch moderneren Touch als das Debüt „Litourgiya“, enthält aber die gleichen Trademarks. Besonders stark ist neben dem Spiel mit der Kirche und ihren religiösen Symbolen vor allem der atmosphärische Teil der Platte: BATUSHKA kreieren wirklich Gänsehaut machende Melodien (´Polunosznica´), die sie eindrucksvoll mit extremeren Riffs überlappen, sodass entweder eine gewaltige, mächtige Atmosphäre emporsteigt, bei der man das lodernde Bühnenfeuer vorm inneren Auge sehen kann, oder sich das überschlagende Extreme der Musik noch weiter ausdehnt. Die modernen, harten Breaks und fett aufgefahrenen Riffs (z.B. in ´Utrenia´ oder ´Tretij Czas´) reißen allerdings zu sehr aus dem stimmungsgeladenen Kontext und rücken das Ganze in einen massentauglichen, kommerziellen Rahmen ohne Ecken und Kanten - doch ansonsten gelingt BATUSHKA das Spiel mit Kontrasten und Dynamiken recht gut. „Hospodi“ ist also eher was für den Behemoth- als für den Bathory- oder Katharsis-Fan - und der aktuelle Hype zumindest zum Teil gerechtfertigt.

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