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REVIEW 8,5 27.01.2021

(Dynamit, RH 404, 2021)

TRANSATLANTIC - The Absolute Universe: The Ultimate Edition

Was tun, wenn ein Doppelalbumkonzept nicht mehr proggy genug ist? Einfach die beiden Discs noch ein zweites Mal in einer etwas kompakteren Version mit überarbeiteten Arrangements und teilweise anderem Gesang aufnehmen und das Ganze als „The Ultimate Edition“ (drei CDs, fünf LPs, Blu-ray, großes Booklet, Poster) in die Läden stellen. Sinn kann so eine Mega-Veröffentlichung nur bei wirklich großen Könnern machen, und genau solche sind TRANSATLANTIC fraglos. Von daher ist das Boxset ihres neuen Albums „The Absolute Universe“ auch keine Fan-Verarsche, sondern eine spannende mehrstündige Achterbahnfahrt durchs Classic-Prog-Wunderland. Der Allstar-Haufen hatte schon mal stärkere Leitmotive, und am genialsten ist die Band immer noch, wenn Neal Morse singt (was er auch diesmal nicht immer tut), aber mit umwerfenden Hymnen wie 'Heart Like A Whirlwind' oder perfekt verknüpften Nummern wie dem kantigen Rocker 'Looking For The Light' nach der sonnigen Beatles-Hommage 'Rainbow Sky' liefern TRANSATLANTIC bei aller kompositorischen Routine erneut feinste Genre-Kost ab. Und wer ein Album mit einem Doppeltreffer wie 'The Greatest Story Never Ends' (famose Gentle-Giant-Gesänge) und 'Love Made A Way' (ganz große Dramatik) abschließen kann, ist eh über jeden Zweifel erhaben. Beide Versionen des Albums sind übrigens auch einzeln erhältlich, aber echte Fans brauchen natürlich die Vollbedienung.

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REVIEW 8.5 27.01.2021

(Dynamit, RH 404, 2021)

THE DEAD DAISIES - Holy Ground

Dass THE DEAD DAISIES sich eher als Künstlerkollektiv denn als „traditionelle“ Band verstehen, ist bekannt - und trotzdem ist „Holy Ground“ schon insofern ein besonders interessanter Release, als mit John Corabi (v.) und Marco Mendoza (b.) nach dem letzten Daisies-Longplayer zwei Leute von Bord gegangen sind, die das Bandgefüge über eine längere Zeit entscheidend mitgeprägt haben. Als Nachfolger der beiden wurde bereits im vergangenen Sommer im Zuge einer EP-Veröffentlichung Glenn Hughes (ex-Deep-Purple/Black-Sabbath, Black Country Communion) vorgestellt, was insofern ein cleverer Schachzug ist, als man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann. Wer befürchtet hat, dass der Besetzungswechsel größere Veränderungen im musikalischen Bereich mit sich bringen würde, darf aufatmen: THE DEAD DAISIES klingen (von Hughes´ deutlich hellerer Stimme abgesehen) im Grunde genau wie bisher. Die Herrschaften spielen leicht rotzig angehauchten Classic Rock; genau die richtige Mucke für entspannte Sonntagnachmittage oder längere Autofahrten über sonnige Landstraßen. Der abschließende Longtrack ´Far Away´ kommt mit ´nem schönen Purple-Touch um die Ecke, was nicht zuletzt Hughes´ Vergangenheit geschuldet sein dürfte; die Album-Variante des Humble-Pie-Klassikers ´30 Days In The Hole´ ist ein Stück weit schmissiger als diejenige auf der letztjährigen EP ausgefallen. Was will man mehr?

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