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REVIEW 8 29.09.2021

(Dynamit, RH 412, 2021)

KK'S PRIEST - Sermons Of The Sinner

Dass K.K. Downing, 50 Prozent des einzig wahren Gitarrenduos von Judas Priest, zusammen mit Ripper Owens am Gesang (ursprünglich war sogar noch Les Binks für die Schlagzeugposition vorgesehen) eine konkurrenzfähige Soloscheibe aufzunehmen in der Lage wäre, darüber bestanden im Vorfeld kaum Zweifel. Und tatsächlich kann „Sermons Of The Sinner“ mithalten. Überraschend: Die Selbstzitate halten sich in Grenzen (und das, obwohl ein paar verschollene Riffs aus den Achtzigern ihren Weg auf die Platte gefunden haben). Andererseits: Nicht alle zehn Songs können vollends überzeugen. 'Hellfire Thunderbolt' ist nichts mehr als der erwartungsgemäße Uptempo-Opener. Der Titelsong mit starkem Ripper-Gesang, düsteren Mönchschören und einem interessanten Mittelteil zählt ebenso wie 'Hail For The Priest' (Achtziger-Priest mit allen Finessen) zu den Highlights des Albums. Der epische Rausschmeißer 'Return Of The Sentinel' verfügt über einen ungewöhnlichen Aufbau und kann ebenfalls punkten. Im leicht an (schlechte) Manowar erinnernden 'Metal Through And Through' passiert dagegen auf die Länge von über acht Minuten zu wenig. 'Brothers On The Road' kommt als unbeschwerter Party-Metal in der Machart von 'You've Got Another Thing Comin'' daher. Ohne Frage ist „Sermons Of The Sinner“ ein starkes Album geworden. Insgeheim hatte ich allerdings gehofft, K.K. würde sich mit seinen Priestern in die Höhen von „Firepower“ aufschwingen können - dem ist jedoch nicht so, dafür fehlt es dem Material insgesamt an Durchschlagskraft.

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