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REVIEW 8 20.03.2019

(Album des Monats, RH 383, 2019)

EXUMER - Hostile Defiance

Ganz klar: Wenn es ein Album schafft, Jan Jaedike und Ronny Bittner gleichermaßen zu begeistern, muss es wirklich das gewisse Etwas haben. Wie „Hostile Defiance“ von EXUMER eben, zu dessen Klängen Not-Man-Lookalike Bittner in den vergangenen Tagen mehrfach eine Mosh-Polonaise durch die Büros veranstaltet hat. Lustig anzusehen, aber völlig zu Recht, denn das fünfte Album der deutsch-amerikanischen Zusammenrottung knallt nicht nur wegen der druckvollen Produktion von Dennis Koehne (Sodom, Melechesh), sondern vor allem wegen seiner perfekten Kombination aus old-schooligem Teutonen-Thrash und Bay-Area-Riffs, die es locker auf Exodus-Niveau bringen. Aber es sind nicht nur die krachenden Riffs und der eindringliche Gesang von Fronter Mem Von Stein, die gefallen, sondern auch die mit Liebe zum Detail ausgearbeiteten Soli, denen bei aller Eingängigkeit gerne auch ein fieses Element zu eigen ist. Und dass die Jungs einen exzellenten Musikgeschmack haben, beweisen sie mit den Coverversionen von Entombeds 'Supposed To Rot' und dem Scorpions-Heuler 'He's A Woman, She's A Man'. DISKOGRAFIE (Studioalben) Possessed By Fire (1986) Rising From The Sea (1987) Fire & Damnation (2012) The Raging Tides (2016) Hostile Defiance (2019) LINE-UP Mem Von Stein (v.) Ray Mensh (g.) Marc Bräutigam (g.) T. Schiavo (b.) Matthias Kassner (dr.) DIE PATEN Wer mit den folgenden Bands etwas anfangen kann, dürfte auch an „Hostile Defiance“ Gefallen finden: Exodus * Slayer * Dark Angel * Death Angel * Testament * Kreator * Sacred Reich * Forbidden * Metallica * Whiplash * Anthrax * Megadeth * Assassin * Overkill * Nuclear Assault * Sepultura * Sodom * Hirax

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REVIEW 8 20.03.2019

(Dynamit, RH 383, 2019)

KETZER - Cloud Collider

»Wir mussten uns vielleicht erst mal von gewissen Erwartungen freispielen, um den eigenen Weg gehen zu können«, wird KETZER-Gitarrist Marius alias Executor von Mandy im „Lauschangriff“ im letzten Rock Hard zitiert. Will wahrscheinlich meinen: Ihrem vor allem in der Anmutung juvenilen Black-Thrash, den sie auf ihren ersten beiden Platten „Satan's Boundaries Unchained“ und „Endzeit Metropolis“ offeriert haben, haben sie mit „Starless“ von 2016 ja quasi selbst eins mit dem Holzhammer übergebraten - einem eher filigran gearbeiteten wohlgemerkt, mit Gothrock-Verzierungen, die die Rheinländer in dieselbe Schublade verfrachteten, in der sich auch Secrets Of The Moon, In Solitude, Morbus Chron, Grave Pleasures und vor allem Tribulation wohlfühlen respektive wohlgefühlt haben. Diese Suche war spannend, aber anscheinend nur ein (weiterer) Zwischenschritt, „klassischer“ Thrash spielt drei Jahre später sowieso keine merkliche Rolle mehr, und auch den Goth hört man nur noch, wenn man denn unbedingt will. KETZER heute sind dagegen eine auf die Herangehensweise bezogen „moderne“ Extrem- und Black-Metal-Band, relativ stil- und prinzipientreu, sie haben nicht das Zerfahrene, Dissonante im Sound, das z.B. die ganzen Isländer auszeichnet, sie sind auch nicht so schnell wie Mgla oder so was, aber man kann sie durchaus in eine Reihe mit Watain stellen, sogar mit Behemoth, vielleicht auch Bölzer, Zugänglichkeit konterkariert auf „Cloud Collider“ eben niemals diese nicht zu erklärende „Underground-Zugehörigkeit“, die man halt nur „versteht“, wenn man aus genau jenem stammt. Dass in diesem Zusammenhang ausgerechnet Proscriptor McGovern von Absu Gastvocals zum starken 'No Stories Left' beisteuert, passt, aber auch ohne Hilfe kommen KETZER sehr gut über die Runden: 'Walls', der Titeltrack und 'This Knife Won't Stay Clean Today' (!) zeugen davon, der Opener 'Keine Angst', gleichzeitig „key track“ des Albums, noch mehr. Nach wie vor: relevante Band!

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