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REVIEW 9.0 28.08.2019

(Album des Monats, RH 388, 2019)

DISILLUSION - The Liberation

13 Jahre nach dem letzten Album „Gloria“ meldet sich die vielleicht beste Progressive-Metal-Band Deutschlands endlich mit einem neuen, ihrem dritten Album zurück. Schon die 2016er Single „Alea“ deutete an, dass Mastermind Andy Schmidt und seine von vielen Line-up-Wechseln gebeutelte Mannschaft musikalisch eher wieder in Richtung des Überdebüts „Back To Times Of Splendor“ (2004) gehen würden. „The Liberation“ ist weniger schräg und weniger abgefahren ausgefallen als „Gloria“, eher wieder epischer, melodischer und im engeren Sinne auch musikalischer. Dabei wurde das von Jens Bogren brillant gemasterte Album komplett mithilfe einer breit angelegten Crowdfunding-Kampagne finanziert. Und die Songs? Sehr stark. Vom epochalen, zwölfminütigen Opener ´Wintertide´ (hätte auch auf „BTTOS“ stehen können) über das knallharte Riff-Kraftpaket ´The Great Unknown´ bis hin zum düster-progressiven, abermals überlangen Abschluss-Song ´The Mountain´ gibt es keinen Aussetzer. Zudem besitzt auch „The Liberation“ Langzeitwirkung und wächst garantiert mit jedem Hördurchgang, erst recht, wenn man sich mit dem Konzept der Platte beschäftigt, das ebenfalls an „BTTOS“ anschließt. Vergleichen lassen sich DISILLUSION übrigens nach wie vor mit keiner anderen Band. Das Label-Info wirft Opeths „Watershed“-Album in den Ring, ich würde vielleicht noch das progressive Musikverständnis eines Ihsahn nennen, aber letztendlich ist das hier ganz große, eigenständige (Rock-)Musik. Atemberaubend!

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REVIEW 8,5 28.08.2019

(Album des Monats, RH 388, 2019)

YEAR OF THE GOAT - Novis Orbis Terrarum Ordinis

Die Sverige-Okkult-Rocker YEAR OF THE GOAT werden in kleinen Kreisen so heldisch verehrt, dass man meinen könnte, ihre Vita wäre mit Veröffentlichungen nur so vollgestopft, aber denkste: Seit 2011 hat es die Band gerade mal auf zwei Longplayer, zwei EPs und zwei 7“-Singles gebracht - ein Release allerdings stärker als der andere. „Novis Orbis Terrarum Ordinis“, Album Nummer drei, wurde dementsprechend nun nicht nur von Die-hard-Ziegenkopf-Sammler Jens „Bärli“ Peters sehnlichst erwartet - und hat letzten Endes auch erneut zumindest das Potenzial, die Band vom Kritikerlieblinge-Status, der nicht immer förderlich ist, in größere Bekanntheitsgrade zu befördern. Zwar würde ich wegen des kaum zu erreichenden „Prequelle“-Geniestreichs meine in der Rezension zur 2014er EP „The Key And The Gate“ keck kommunizierte Einordnung „die (noch) besseren Ghost“ nicht mehr unterschreiben, immerhin drei der neun neuen Stücke, die Opener 'Subortus' und 'Acedia' sowie der Zwischendurch-Snack 'Avaritia', nähern sich dem Hitfaktor der erfolgreicheren Brüder im nicht ganz so ernsthaften Geiste jedoch wirklich sehr, und so nachhaltig zumindest der Schreiber dieser Zeilen Tobias Forges aktuelle Errungenschaften feiert, so wenig muss man ja schönschreiben, dass der Tausendsassa einen Teil seiner angetanen Klientel auf dem Weg in den Classic- und Melodic-Rock-Himmel verloren hat. Was im Übrigen einen weiteren Hinweis ans Kopfhörer-Publikum rechtfertigt: Zwar wirkt der „„Novis Orbis...“-Zehnminüter 'Ira' auch nach oftmaligem Hören ein wenig spröde, mit dem noch mal 240 Sekunden mehr aufbietenden Abschluss 'Subicio' gewinnen YEAR OF THE GOAT aber ebenfalls in der Langdistanz, vor allem der zweite Teil des Tracks wirkt als Süchtigmacher, der einen die Repeat-Taste nach dem Verschwinden der letzten Töne sofort wieder drücken lässt.

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