16.04.2018 13:53

Rotting Christ: Tolis-Brüder in Georgien wegen Terrorismus-Verdachts vorübergehend festgenommen

Sakis und Themis Tolis - Rotting Christ

Wurden in Georgien eingesperrt: die Brüder Sakis und Themis Tolis

ROTTING CHRISTs Mitglieder Sakis und Themis Tolis wurden in Georgien von der Polizei unter fadenscheinigen Gründen festgenommen und einen halben Tag lang festgehalten. Unter anderem unterstellte man den Griechen, die für ein Konzert angereist waren, aufgrund ihres Bandnamens eine Verbindung zum Terrorismus. Frontmann Sakis Tolis berichtet über die üblen Stunden in Gewahrsam:

"Wir kamen sehr früh am Morgen des 12. April in Georgiens Hauptstadt Tbilisi an. Nach der üblichen Ausweiskontrolle wurden mein Bruder und ich von der Polizei aufgehalten, als wir den Flughafen verlassen wollten. Nach einigen Minuten wies man uns an, die Polizisten in einen anderen Bereich des Flughafens zu begleiten, unter dem Vorwand einer weiteren Befragung, bevor wir das Land betreten dürfen. Stattdessen nahm man uns die Pässe und Mobiltelefone weg und brachte uns in eine Gefängniszelle. Als wir nach dem Grund für diese Verhaftung fragten, wurde uns nur gesagt, diese Information sei 'vertraulich'. Unsere Anwälte teilten uns später mit, dass wir auf einer Liste unerwünschter Personen der Nationalen Sicherheit stehen, die uns als Satanisten und daher Terrorismus-Verdächtigte brandmarkte. Ohne vorherige Warnung oder einen offiziellen Grund fanden wir uns im Gefängnis wieder, eingepfercht in eine kleine und ziemlich dreckige Zelle, ohne Kontakt zur Außenwelt, Rechtsvertretung oder unserer Botschaft, für mehr als 12 Stunden. Die Bedingungen waren schlecht und während dieser Zeit bekamen wir keinerlei Informationen. Zum Glück stand nur der Name Tolis auf dieser Liste und die anderen beiden Bandmitglieder arbeiteten mit unserem lokalen Promoter daran, uns aus dem Gefängnis zu holen und rechtliche Schritte einzuleiten. Es bedurfte angestrengter Bemühungen und einer komplizierten Prozedur, bis eine Lösung gefunden wurde. Dank der harten Arbeit unseres lokalen Promoters, der Rechtsexperten, Journalisten und Aktivisten in Georgien auf den Plan rief, wurden wir schließlich freigelassen. Wir sind allen sehr dankbar, die in diesen Prozess involviert waren. Letzten Endes konnten wir sogar unser Konzert spielen und es wurde ein fantastischer Abend. Wir möchten auch unseren georgischen Metal-Brüdern für ihre überwältigende Unterstützung danken!"