12.10.2017 12:10

Deströyer 666: Statement zum Abtritt von der Belphegor-Tour veröffentlicht

Deströyer 666 - "Totenritual"-Tour

Deströyer 666 erklären den "Totenritual"-Tourausstieg aus ihrer Sicht

DESTRÖYER 666 haben inzwischen ein ausführliches Statement veröffentlicht, in dem sie sich zu ihrem Ausstieg aus der "Totenritual"-Tour mit BELPHEGOR, ENTHRONED und NERVOCHAOS äußern. Laut "The Flaming Arts Agency" geschah dies wegen "inakzeptablen Verhaltens und unnötiger Probleme innerhalb der Tour-Gruppe", DESTRÖYER 666 schildern den Sachverhalt jedoch anders:

"In 23 Jahren haben DESTRÖYER 666 nie eine Tour verlassen. Es war keine einfache Entscheidung, aber wir waren uns alle einig, dass wir nicht weitermachen können. Wir entschuldigen uns bei allen, die davon enttäuscht sind, und viele werden sich über ihren Verlust von 20 Euro beschweren, aber bitte seid euch dessen bewusst, dass wir persönlich tausende von Euro geopfert haben, um unseren Standpunkt zu vertreten, von den anfallenden Schulden mal gar nicht zu reden. Letztlich können unsere Wertvorstellungen und unser Selbstrespekt für keinen Preis kompromittiert werden. Also bitte erspart uns eure 20-Euro-Story. Hier ging es vor allem um unsere eigenen Standards und Selbstrespekt, aber wir sind uns auch der Erwartungen bewusst, die unsere langjährigen Unterstützer an uns haben. Die Bedingungen, die wir vorfanden, als wir uns der Tour anschlossen, hätten beides sehr stark gefährdet. Wir fühlten uns beschämt, unter diesen Bedingungen auftreten zu müssen und den Fans eine Show unter unserem Standard bieten zu müssen. Niemand gewinnt in dieser Situation, außer den "Musikindustrie"-Ränkeschmieden. Nach mehr als zwei Jahrzehnten aktiver Hingabe in der Metal-Szene weigern wir uns, uns so unprofessionell von der "Flaming Arts"-Touragentur behandeln zu lassen. Keine Kommunikation, absolute Respektlosigkeit, keine Bemühungen zur Kooperation, um das Problem zu lösen. Es gab viele Probleme, aber wir sind wohl alle zu alt für eine Online-Liste persönlicher Angriffe, Jammereien und Schuldzuweisungen. Wir wären bereit gewesen, alles andere unter den Tisch fallen zu lassen, wenn nur dieses eine bestimmte Problem gelöst worden wäre, und wir waren bereit, eine Lösung zu finden, die nur die Hälfte der geplanten Shows einbezog. Wir erhielten keine Antwort von irgendeiner Seite, die das Problem hätte lösen können. Wir ließen das fünf Tage über uns ergehen und warteten auf eine Antwort. Das war es also. Es wäre den Fans und uns selbst gegenüber ungerecht gewesen, unter diesen Umständen weiterzumachen. Wir sind also nach Hause zurückgekehrt, verschuldet und pleite vielleicht, aber mit intaktem Stolz und Prinzipien, und ich vertraue auf das Verständnis derer, die uns persönlich kennen und auch nur das kleinste Verständnis des Lebens haben, das wir in der Band leben. Als Band brachte uns das näher zusammen als je zuvor, wir stehen Schulter an Schulter für das ein, an das wir glauben, trotzen großen persönlichen Kosten und Mühen, solche Dinge sind unbezahlbar. Wir danken unseren Fans und Unterstützern, die uns verstehen und senden unseren Dank und Respekt an NERVOCHAOS für ihre Einstellung und Kameradschaft und an ENTHRONED für die freundliche Gewalt. Es war doch nicht alles umsonst, oder, Jungs? Jetzt müssen wir ein Mini-Album fertigstellen und eine US-Tour vorbereiten. Keine Kapitulation."