19.06.2017 15:42

Ted Nugent will auf hasserfüllte Rhetorik verzichten

Ted Nugent

Will sich mit hasserfüllten Aussagen in Zukunft zurückhalten: Ted Nugent

Ted Nugent, der für seine politisch konservativen Ansichten bekannt ist, hat während einer Radio-Talkshow bekanntgegeben, dass er sich in Zukunft mit "hasserfüllter Rhetorik" zurückhalten will.

Grund für Nugents Überdenken seines "Tough-Guy-Images" ist ein Vorfall während eines Basballtrainings in Alexandria, Virginia am vergangenen Mittwoch, bei dem ein bewaffneter Mann das Feuer auf den republikanischen Abgeordneten Steve Scalise eröffnete und diesen schwer verletzte. "Ich bin ein Straßenkämpfer, ich komme aus Detroit, ich benutze die raue Sprache der Straße", so Nugent. "Aber jetzt hat mich meine Frau überzeugt, im Alter von 69 Jahren auf diese raue Sprache zu verzichten. Jetzt ermutige ich sogar meine demokratischen Freunde/Gegner, dass wir respektvoller miteinander umgehen müssen, weil die ganze Welt nach Amerika blickt."

Nugent hatte in der Vergangenheit zahlreiche Bedrohungen und Anfeindungen gegenüber der demokratischen Partei und einzelner Vertreter ausgesprochen. Unter anderem warf er dem damaligen Präsidenten Barack Obama an den Kopf, er solle "an seinem Maschinengewehr lutschen" und bezeichnete die Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton als "Teufelsschlampe", die alles Gute an Amerika hassen würde. Der Gitarrist rechtfertigte seine Aussagen mit der Begründung, er sei aufgedreht und wütend wegen der politischen Situation gewesen.

"Ich werde in Zukunft jedes Statement vermeiden, das als gewaltbezogen interpretiert werden könnte", so Nugent. Trotzdem fügte der Musiker im Anschluss seiner Aussage einen gewohnt-kritischen Unterton hinzu: "Aber ich muss eines klarstellen: Wir sind wirklich wütend. Wir können und werden es nicht akzeptieren, dass die Demokraten auf der linken Seite keine gesicherten Grenzen wollen. Das ist in unseren Augen verrückt."

Rock Hard Author Online-Redaktion