ReviewGame

Kategorie
Game 
Heft
RH #308 
Titel
ASSASSIN´S CREED III 
Erscheinungsjahr
2012 
Note
8.0 

(Ubisoft) (Xbox 360; USK 16)
Neues Jahr, neues Glück! Nach zwei eigenständig lauffähigen Erweiterungen für „Assassin´s Creed 2“ („Brotherhood“, 2010, und „Revelations“, 2011) wagen sich Ubisoft endlich an den längst überfälligen „echten“ dritten Teil der Geschichte um den Barkeeper Desmond Miles und seine mörderischen Vorfahren. Und um eines vorwegzunehmen: „Assassin´s Creed 3“ wirkt deutlich aufgeräumter als seine Vorgänger. Die Entwickler haben bei überflüssigen Spielelementen – man erinnere sich an die lästigen Tower-Defense-Minispiele von „Revelations“ – konsequent den Rotstift angesetzt, während Bewährtes und Beliebtes belassen oder sogar verbessert wurde.
Wie es sich für eine waschechte Fortsetzung gehört, verabschieden sich Ubisoft auch endgültig von Szenario und Hauptfigur der Vorgänger: In „Assassin´s Creed 3“ geht es nicht mehr mit Ezio Auditore Da Firenze in die italienische Renaissance, sondern mit einem Halbindianer namens Connor Kenway in die Wirren des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges. Durch diesen Szenariowechsel ist Connor anders als in den Vorgängerspielen auch nicht vorrangig in Städten, sondern zusätzlich sehr viel in der unerschlossenen Wildnis unterwegs, die die Städte miteinander verbindet. Neu hinzugekommen sind außerdem grandios inszenierte Seeschlachten, bei denen der Spieler in die Rolle eines Kapitäns schlüpft. Zusätzlich wurden Desmond Miles erstmals ausgiebigere Passagen in der Gegenwart spendiert, die vor allem in optischer Hinsicht eine echte Abwechslung bieten.
In technischer Hinsicht ist wie gewohnt alles top: Sowohl die Städte als auch die Wildnis sind toll gestaltet und strotzen nur so vor Details. Der Soundtrack verstärkt die Atmosphäre, die Soundeffekte sind durchweg gelungen. Gleiches gilt für die sehr gute deutsche Lokalisierung. Wer der englischen Sprache mächtig ist, kann alternativ auf die vorbildlicherweise ebenfalls auf der Disc enthaltene Originalfassung umschalten.


Jens Peters 8.0

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