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Kategorie
Game 
Heft
RH #307 
Titel
ROCK SCIENCE: JOIN THE ROCK ALLIANCE 
Erscheinungsjahr
2012 
Note
10.0 

„Rock Science“ ist ein knüppelhartes Brett- und Wissensspiel für Rock- und Metalfans, so eine Art Trivial Pursuit für Metalheads. Zwei bis sechs Spieler treten gegeneinander an, um ihr Hard´n´Heavy-Wissen auf die Probe zu stellen. In der Box enthalten sind über 1.600 Fragen zu Bands aus fast 50 Jahren Musikgeschichte, weitere Fragenkarten sollen in themenbasierten Erweiterungspacks nachgeliefert werden. Die Fragen gliedern sich in drei Kategorien: Poser, Fan und Scientist. Während Erstere in den meisten Fällen problemlos beantwortet werden können, dürfte die zweite Kategorie zumindest Gelegenheitshörer schon ordentlich auf die Probe stellen. Spätestens bei der dritten Kategorie trennt sich endgültig die Spreu vom Weizen, hier haben nur noch gestandene Fans eine Chance. Dennoch ist „Rock Science“ dank eines Wettsystems auch für Anfänger nicht frustrierend, man hat auch mit relativ wenig Wissen eine Chance auf den Sieg, wenn man sein Gegenüber gut einschätzen kann.

5 Fragen an Nicke Andersson
Nicke Andersson (Imperial State Electric, ex-The-Hellacopters/Entombed) zeichnet u.a. für Layout und Grafiken von „Rock Science“ verantwortlich und hat zudem den offiziellen Titelsong zum Spiel geschrieben, der unter folgendem Link zu hören ist: www.youtube.com/watch?v=7Y7ytNdZ4qI.
Nicke, du hast bei „Rock Science“ vorrangig am Layout und den Grafiken gearbeitet, oder?
»Ja, das stimmt. Als sie mir von dem Projekt erzählt haben, war das Spiel noch nicht fertig, also haben wir alle Ideen gemeinsam durchgesprochen. Um ganz ehrlich zu sein, habe ich Schwierigkeiten, viele der Fragen zu beantworten. Da geht es mir zu viel um die Neunziger - aber das ist mein persönliches Problem.«
Ich schätze, dass sich viele Leute, die Musik eher nebenbei konsumieren, an den Fragen gehörig die Zähne ausbeißen werden.
»Das Spiel richtet sich auch an richtige Fans - wenn du nur drei Platten im Schrank stehen hast, wirst du vermutlich nicht gewinnen. Ich habe es insgesamt drei Mal gespielt und nur ein einziges Mal gewonnen. Interessant ist, dass man tatsächlich auch eine Chance hat, wenn man gut im Wetten ist. Das ist fast wie beim Poker: Wenn man Gesichter lesen kann, hat man einen Vorteil.«
Wie bist du mit den Leuten, die das Spiel produziert haben, in Kontakt gekommen?
»Jorge kannte ich schon eine ganze Weile, er hat in den Neunzigern in einer befreundeten Band gespielt. Er hat mich angerufen und gefragt, ob ich in irgendeiner Weise an dem Spiel mitwirken möchte. Ich habe ihm angeboten, die Grafiken zu erstellen und auch einen Song beizusteuern. Seltsamerweise ist die CD mit dem Track nur der schwedischen Version des Spiels beigelegt. Unsere europäischen Fans werden sich den Titel aber schon bald auf unserer Website anhören können, und wir spielen ihn auch live.«
Hast du früher schon an anderen Spielen mitgearbeitet?
»Nein, heutzutage kommen ja nur noch Videospiele auf den Markt, und damit habe ich nichts am Hut. Ich habe aber schon Grafiken für meine Bands - Entombed, The Hellacopters und Imperial State Electric - erstellt und mir kürzlich einige Kenntnisse in Photoshop angeeignet. Früher habe ich eher mit Stift, Papier und Pinsel gearbeitet.«
Nachdem du jetzt den ersten Schritt gemacht hast, wäre auch die Arbeit an einem Videospiel eine Option für dich?
»Wenn sich die Gelegenheit ergibt und die Sache zu unserer Band passt - warum nicht? Wenn mir das Konzept gefällt, würde ich das bestimmt machen. Du kannst mir gerne Bescheid sagen, falls du mal ein Videospiel entwickeln solltest (lacht).« (jp)


Jens Peters 10.0

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