ReviewGame

Kategorie
Game 
Heft
RH #307 
Titel
DISHONORED: DIE MASKE DES ZORNS 
Erscheinungsjahr
2012 
Note

(Bethesda Softworks) (PS3; USK 18)
Corvo Atano, seines Zeichens Leibwächter der Kaiserin eines fiktiven Steampunk-Reiches, das an das London des frühen 20. Jahrhunderts erinnert, hat ein echtes Problem: Seine Herrin wird vor seinen Augen von Assassinen um die Ecke gebracht, und eine Gruppe von Verschwörern schiebt ihm die Schuld in die Schuhe. Klar, dass ein echter Held so etwas nicht auf sich sitzen lässt, aus dem Todestrakt ausbricht und sich daranmacht, seine Weste wieder reinzuwaschen. Und so ist es am Spieler, in der Haut von Corvo Verschwörer zu erlegen, die Thronfolgerin zu retten und hinter das Geheimnis zu kommen, das hinter einer um sich greifenden Seuche steckt.
Bethesda Softworks verlassen die ausgetretenen Pfade eines klassischen Ego-Shooters und peppen ihren Spielehelden mit allerlei magischen Fertigkeiten auf. Corvo kann sich u.a. teleportieren, die Zeit verlangsamen, in die Körper von Gegnern schlüpfen und vieles mehr. Zudem wird der Spieler für unterschiedliche Herangehensweisen mit verschiedenen Endsequenzen belohnt.
„Dishonored: Die Maske des Zorns“ gehört zu den wenigen Titeln, die schon im Vorfeld ihrer Veröffentlichung so dermaßen mit Vorschusslorbeeren überhäuft werden, dass sie den hohen Erwartungen kaum noch gerecht werden können. Leider - aber fast schon selbstverständlich - ist es letzten Endes nicht die eierlegende Wollmilchsau geworden, zu der es in der Fachpresse in den vergangenen Monaten hochgejubelt wurde. Was bleibt, ist ein verdammt gutes Game, das an manchen Stellen vielleicht ein wenig zu überambitioniert ist.


Jens Peters

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