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Kategorie
Game 
Heft
RH #306 
Titel
ROCKSMITH - AUTHENTIC GUITAR GAMES 
Erscheinungsjahr
2012 
Note
10.0 

(Ubisoft) (Xbox 360; USK 6)
Ein knappes Jahr nach der Veröffentlichung in Übersee ist es nun auch hierzulande soweit: Seit Ende September ist „Rocksmith“ bei den hiesigen Händlern erhältlich. Und um allen Gamern und vielleicht bald schon angehenden Musikern (denn „Rocksmith“ will mehr sein, als nur ein herkömmliches Videospiel, doch dazu später mehr) die lange Wartezeit zumindest ein wenig zu versüßen, glänzt die Neuauflage mit zusätzlichen Features wie zum Beispiel einer Unterstützung für E-Bässe und einem kooperativen Modus.
„Schon wieder ein „Guitar Hero“-Klon“, mag manch uninformierter Konsument möglicherweise aufgrund des Spieletitels ächzen - doch weit gefehlt. Getreu dem Motto „Authentic Guitar Games“ ermöglicht es „Rocksmith“ dem Zocker erstmals, jede handelsübliche E-Gitarre und jeden E-Bass an die heimische Xbox, Playstation oder den PC anzuschließen. Einzige Voraussetzung ist ein Adapterkabel von Klinke auf USB, das dem Spiel beiliegt. Selbstredend „spielt“ sich der Titel völlig anders als eingangs erwähnte Musikspielserie, bei der es im Grunde genommen um nichts anderes ging, als im richtigen Moment auf einen bunten Knopf zu drücken.
Das erklärte Ziel der „Rocksmith“-Macher ist es, der „Generation Gamer“ auf spielerische Weise die Grundlagen an einem Saiteninstrument beizubringen. Bei „Rocksmith“ gibt es keine Verlierer, kein „Game Over“. Das Spiel passt sich dank eines dynamischen Systems der eigenen Lernkurve an. Werden zu Beginn die Basics erklärt (Saiten, Handhaltung, Stimmen des Instruments) und im Anschluss optional weiteres Hintergrundwissen vermittelt (Anschlagtechniken, Noten), gilt es im weiteren Verlauf, das Gelernte im praktischen Einsatz zu erproben. Die KI des Spieles gibt dabei am Anfang nur einzelne Griffe vor, um niemanden zu überfordern. Merkt sie, dass der Spieler die Anschläge zum richtigen Zeitpunkt ausführt, werden weitere Griffe hinzugefügt. Umgekehrt wird der Song vereinfacht, wenn das System merkt, dass der Spieler überfordert ist. Alleiniges Ziel ist es, am Ende die beiliegenden Songs mitspielen zu können.
Auch wenn „Rocksmith“ selbstverständlich keinen „echten“ Gitarrenlehrer ersetzen kann, ist es zumindest dafür geeignet, im heimischen Wohnzimmer erste Gehversuche zu machen und den Spaß an Instrumenten zu entdecken. Und das ist mehr, als die meisten Videospiele von sich behaupten können.


Jens Peters 10.0

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