ReviewGame

Kategorie
Game 
Heft
RH #303 
Titel
DIRT: SHOWDOWN 
Erscheinungsjahr
2012 
Note
8.0 

(Codemasters) (PS3; USK 6)
Codemasters sind mit ihrem „Showdown“ betitelten „Dirt“-Spinoff endgültig in der Liga der knallbunten und actionorientierten Spaß-Racer angekommen. Ganz im Sinne der bekannten und beliebten Vorbilder „Burnout“, „Blur“ und „Flatout“ geht es beim neusten Ableger der ursprünglich zumindest halbwegs auf Realismus setzenden Rennspielserie nicht nur darum, als Erster durchs Ziel zu kommen, sondern auch darum, die Gegner möglichst effektvoll von der Piste zu kicken und mit dem eigenen Wagen wilde Stunt-Sprünge zu vollführen. Praktischerweise wurden an fast jeder Rampe im Spiel diverse Feuerwerkskörper angebracht, die erfolgreiche Sprünge mit zusätzlichen optischen und akustischen Effekten garnieren.
Neben den Standard-Rennen und den bereits aus dem Vorgänger „Dirt 3“ bekannten Gymkhana-Drift-Matches bietet „Dirt: Showdown“ einen neuen Spielmodus, der Fans der in die Tage gekommenen „Destruction Derby“-Games die Freudentränen in die Augen treiben dürfte: Die Fahrer treten in abgeschlossenen Arenen gegeneinander an und lassen ihre fahrbaren Untersätze ineinander crashen, um das eigene Punktekonto zu füllen. Alternativ können die Gegenspieler auch über den Arenarand befördert werden, wofür ebenfalls ein fetter Punktebonus winkt.
Abseits der spaßigen neuen Spielmechaniken wartet „Dirt: Showdown“ auch mit einigen Mängeln auf: Das Fahrerfeld wird durch eine Gummiband-KI zusammengehalten, es gibt fast keine Individualisierungsmöglichkeiten des eigenen Wagens, und von Lizenzfahrzeugen haben sich die Entwickler fast vollständig verabschiedet. Den Spielspaß trüben diese kleinen Kritikpunkte freilich kaum, mit „Dirt: Showdown“ ist Codemasters ein spaßiger Abstecher in die Fun-Racer-Landschaft gelungen.


Jens Peters 8.0

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