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Kategorie
Game 
Heft
RH #303 
Titel
LOLLIPOP CHAINSAW 
Erscheinungsjahr
2012 
Note
7.0 

(Capcom) (PS3; USK 16)
Wenn der japanische Gamedesigner Suda 51 am Werk ist, können Videospieler sich sicher sein, dass sie etwas Abgefahrenes kredenzt bekommen - der Mann zeichnet immerhin für Titel wie „Shadows Of The Damned“ und „No More Heroes“ verantwortlich. „Lollipop Chainsaw“ macht keine Ausnahme von dieser Regel: Der Spieler schlüpft in das digitale Mini-Röckchen der amerikanischen Cheerleaderin Juliet Starling, die im Zuge einer Zombie-Invasion zur kettensägenbewehrten Jägerin der untoten Gesellen wird. Zwischendurch klopft die dralle Blondine lockere Sprüche, geizt nicht mit ihren Reizen und lutscht munter an den namensgebenden Lollis. In der Konsequenz entpuppt sich „Lollipop Chainsaw“ als so etwas wie der Videospiel gewordene feuchte Traum aller pubertierenden Jünglinge.
Abseits der reichlich bescheuerten Story mitsamt ihrer wirklich schicken Präsentation hat Suda 51 mit seinem neuen Werk allerdings wenig zu bieten: Das Leveldesign ist sehr linear und bestenfalls mittelprächtig, die eigentlichen Spielelemente beschränken sich auf simples Zombiegehacke und einfache Reaktionstests. Wie dem auch sei - Spaß macht der Titel nicht zuletzt aufgrund seiner abgefahrenen Optik und des beknackten Gesamtkonzepts trotzdem. Und wer hat gesagt, dass Videospiele grundsätzlich anspruchsvoll sein müssen? Richtig, niemand.


Jens Peters 7.0

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