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Kategorie
Game 
Heft
RH #295 
Titel
RAGE 
Erscheinungsjahr
2011 
Note
8.0 

(Bethesda Softworks) (PC; USK 18)
Wenn die Jungs von id Software mit einem neuen Titel um die Ecke kommen, ist ein Knaller mehr oder weniger vorprogrammiert - immerhin ist das Studio für Spielereihen wie „(Indiziert)“, „Doom“ und „(Ebenfalls indiziert)“ verantwortlich. Man könnte also annehmen, dass das texanische Studio mit der Bonner BPjM und der Berliner USK in diesem Leben keine innige Freundschaft mehr eingehen wird. Umso erstaunlicher, dass kürzlich erst die Indizierungen von „Doom“ und „Doom 2“ aufgehoben wurden und jetzt „Rage“ ungekürzt mit einer 18er-Freigabe versehen wurde und somit nicht mehr auf dem Index landen kann. „Rage“ stellt damit gleich in mehreren Punkten eine Premiere für id Software dar, denn anders als in älteren Spielen des Studios bewegt man sich dieses Mal mehr oder weniger frei in einer offenen Spielwelt, statt vorrangig durch düstere Katakomben zu kriechen.
In „Rage“ ist die Welt - wie sollte es anders sein - mal wieder im Eimer. In einer nahen Zukunft droht unserem schönen Planeten der Einschlag eines übergroßen Meteoriten und damit die Auslöschung allen Lebens auf der Erde. Um der Vernichtung der menschlichen Rasse vorzubeugen, legt die Regierung kleine Bunker unter der Erdoberfläche an, in denen ein paar Auserwählte in einen Tiefschlaf versetzt werden. Nach der Erweckung aus ihrem Dornröschenschlaf sollen diese den Planeten dann neu kolonialisieren. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines der Kolonisten, der jedoch nach seinem Aufwachen feststellen muss, dass die Erde bereits von Überlebenden dominiert wird, die sich in Clans und Gangs zusammengerauft haben. Willkommen im „Mad Max“-Szenario.
Neben der Ego-Shooter-Mechanik bietet „Rage“ noch einige weitere Gameplay-Elemente. So ist es zum Beispiel möglich, den Charakter in bester Rollenspiel-Manier durch das Gewinnen von Erfahrungspunkten aufzumotzen - nett, aber inkonsequent ausgeführt und daher überflüssig. Weiterhin stehen diverse Fahrzeugpassagen und Mini-Games auf dem Programm. Im Kern bleibt „Rage“ jedoch das, was man von id Software erwartet: ein auf Hochglanz polierter, grafisch nahezu perfekter Shooter.


Jens Peters 8.0

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