ReviewGame

Kategorie
Game 
Heft
RH #292 
Titel
SHADOWS OF THE DAMNED 
Erscheinungsjahr
2011 
Note
8.5 

(Electronic Arts, PS3) (USK 18)
Du gute Güte, was mögen sich japanische Programmierer und Gamedesigner nur manchmal bei ihrer Arbeit einschmeißen? „Shadows Of The Damned“, das neueste Werk von Suda51 („No More Heroes“) und Shinji Mikami („Resident Evil“) ist so dermaßen abgefahren, dass es beinahe aller Beschreibung spottet. Der Spieler schlüpft in die Rolle des zutätowierten mexikanischen Dämonenjägers Garcia Hotspur, dessen Freundin zu Beginn des Spiels von einem Dämonen in die Hölle entführt wird. Ehrensache, dass sich der geprellte Held aufmacht, um Beelzebub seine Angebetete aus den feurigen Klauen zu entreißen. Begleitet wird er bei seiner Reise in die Tiefen der Unterwelt vom ehemaligen Dämonen Johnson, von dem heuer nicht viel mehr übrig ist als sein sprechender Schädel. Dieser hat es jedoch in sich: Der dauergeile und nie um einen entsprechenden Kommentar verlegene Johnson kann sich in ein stattliches Arsenal an Knarren verwandeln. Doch damit nicht genug: Verlorene Lebenspunkte werden durch den Genuss von Alkoholika wieder aufgefüllt, Babygesichter dienen als Türschlösser und wollen gefüttert werden, bevor sie schlussendlich den Weg freigeben. Die Liste der Absurditäten ließe sich - entsprechenden Platz vorausgesetzt - noch seitenlang fortführen.
„Shadows Of The Damned“ ist ein großartiges Spiel mit Mut zur Lücke. Jedermanns Sache wird es mit Sicherheit nicht sein, aber wer sich mit abgefahrenem und zotigem Humor, einem coolen Grindhouse-Grafikstil und hektoliterweise Blut anfreunden kann, der macht mit dem Kauf mit Sicherheit nichts falsch.


Jens Peters 8.5

AMAZONEMPFEHLUNG