ReviewGame

Kategorie
Game 
Heft
RH #292 
Titel
ALICE: MADNESS RETURNS 
Erscheinungsjahr
2011 
Note
7.0 

(Electronic Arts, Xbox 360) (USK 16)
Ein gutes Jahrzehnt ist es her, dass American McGee mit seiner düster-satirisch-drogentrippigen Videospielumsetzung von Lewis Carrolls Romanklassiker „Alice im Wunderland“ für Jubel bei Gamern und Kritikern sorgte. Eine Fortsetzung nach einer so langen Zeit ist speziell in der Spieleindustrie immer ein Risiko, schließlich hat ein Großteil der heutigen Zielgruppe den ersten Teil vermutlich nie gespielt. Electronic Arts lösen das Problem elegant und legen zumindest den Konsolenfassungen von „Alice: Madness Returns“ einen Code für den kostenlosen Download des Vorgängers bei. In der Spielwelt ist für die Protagonistin ebenfalls ein Jahrzehnt vergangen. Nach den Ereignissen des Vorgängers findet sich Alice in der Psychiatrie wieder, in der sie die Erlebnisse im Wunderland und den Tod ihrer Eltern zu verdauen versucht. Nach kurzer Zeit jedoch kehrt sie in McGees pervertierte Version des Märchenlandes zurück, um sich ihrem Wahnsinn zu stellen und sowohl das Wunderland als auch sich selbst zu retten. „Alice: Madness Returns“ kann in vielerlei Hinsicht an seinen Vorgänger anknüpfen. Erneut ist das Charakter- und Weltendesign großartig abgefahren und detailverliebt. Leider spielt die Technik oftmals nicht mit, die Unreal-Engine ist inzwischen doch sehr in die Jahre gekommen. Fans des Vorgängers können einen Blick riskieren, allen anderen sei der zwar in die Jahre gekommene, aber dennoch bessere erste Teil ans Herz gelegt.


Jens Peters 7.0

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