ReviewGame

Kategorie
Game 
Heft
RH #286 
Titel
Splatterhouse 
Erscheinungsjahr
2011 
Note
7.5 

(Namco Bandai) (Xbox 360; Import)
„Ein Spiel namens „Splatterhouse“? Na, wenn das seinem Namen alle Ehre macht, dann wird es den deutschen Behörden sicherlich wenig zusagen. Ach so, gibt´s sowieso nur als Import, alles klar. Dann gibt´s wenigstens keine kindgerecht geschnittene Fassung mit Robotergegnern oder pinkem Blut.“ So oder ähnlich dürfte wohl der innere Monolog geklungen haben, den so mancher Zocker vor dem Import von „Splatterhouse“ geführt hat. Und auch Namco Bandai waren sich vermutlich im Klaren darüber, dass ihr neuster Streich auf wenig Gegenliebe bei der USK stoßen dürfte. Darum sparte man sich den Deutschland-Release gleich komplett. Wie meistens gilt jedoch: Es wird nur halb so heiß gegessen, wie gekocht wird.
Der Student Rick ist ordentlich am Arsch. Zusammen mit seiner Freundin Jennifer war er gerade noch zu Besuch bei einem seiner Professoren, als eben jener ihn auch schon fachgerecht filetiert und mit seiner Holden entschwindet. Auch die Bude des werten Profs ist nicht ganz koscher. An allen Ecken und Enden spukt es – kein Wunder, verfüttert der Gute doch regelmäßig Ricks Kommilitonen an Dämonen und Zombies. Um das Szenario perfekt zu machen, bietet dem sterbenden Studenten ein dunkler Gott an, ihm Rache zu gewähren, wenn er doch nur die Maske aufsetzt, an die eben jener Finsterling gebunden ist. Das kann ja nur gutgehen...
„Splatterhouse“ ist eine Hommage an alte Horrorstreifen und -games. Wenn der Spieler in der Gestalt von Rick Zombiehorden zerlegt, ist die Gewaltdarstellung dermaßen over the top, dass auch wirklich dem letzten Zocker klar sein muss, dass hier absolut nichts ernst gemeint ist. Ein paar kleine Kritikpunkte gibt es bei all dem kurzweiligen Schnetzelspaß dennoch: Erstens ist der Schwierigkeitsgrad mitunter ein wenig hoch geraten, was gerade in Verbindung mit den langen Ladezeiten schnell für Frust sorgt, und zweitens ist die Kollisionsabfrage mehr als einmal deutlich suboptimal.


Jens Peters 7.5

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