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Kategorie
Game 
Titel
CRIMINAL INTENT 
Note
7.0 

(bhv)

Nach C&A, CDU und CSI nun endlich C.I.
Spiele zu Kinofilmen oder TV-Serien sind meist keine empfehlenswerte Investition - lieblos und zu schnell produziert, werfen die Publisher oft Games auf den Markt, die in keiner Weise in puncto Atmosphäre oder Spaß an das Original heranreichen: Miese Grafik, kurze Spielzeit, Bugs, blöde Rätsel und eine fuzzelige Steuerung sind meist die Spaßbremsen. Trotzdem sollte der Versuch glücken, Fans der TV-Reihe "Criminal Intent" an den heimischen PC zu locken.

Goren, seines Zeichens Hauptdarsteller, hat es, beinhart wie er ist, mit drei unterschiedlichen Mordfällen gleichzeitig zu tun. Am Anfang kann der Spieler noch selbst entscheiden, welcher der drei Morde zuerst gelöst werden soll, doch schon bald taucht eine weitere Leiche auf, und Goren entdeckt einen Zusammenhang zwischen den einzelnen Opfern; die packende Hintergrundgeschichte, die größtenteils an den Originalschauplätzen spielt, ist also durchaus vielschichtig und der TV-Vorlage absolut ebenbürtig. Man merkt der Story sehr schnell an, dass einer der Originalautoren dafür verantwortlich zeichnet.
Am Anfang steht zumeist die Untersuchung am Ort des Verbrechens, später darf man dann in gewohnter Point&Click-Manier adventuren, was das Zeug hält; es gilt nun mehr, jede Location nach Spuren und Gegenständen zu durchsuchen, diese geschickt zu analysieren und natürlich zahlreiche Aufgaben zu lösen, allzu schwierig wird es allerdings selten.
Hardcorerätsler werden sich schnell unterfordert fühlen. C.I. scheint mehr für Gelegenheitszocker ausgelegt zu sein, die nicht all zuviel Lust haben, ihren Kopf anzustrengen.

Sehr innovativ ist allerdings die Möglichkeit, beim Verhören der Zeugen unterschiedliche Wege einzuschlagen: Je nach Charakter sind mal sensibles Vorgehen, mal eine geballte Faust notwendig, um die gewünschten Informationen zu erhalten; die einzelnen Verhöre sind so durchaus spannend und abwechslungsreich.
Auch schön: Goren spricht mit der aus der deutschen TV-Serie bekannten Synchronstimme.

Grafisch und akustisch darf hingegen nichts Weltbewegendes erwartet werden, mehr als 800x600 Auflösung ist nicht, das könnte wohl bei manchem TFT Monitor einen leicht verwaschenen Eindruck hinterlassen. Die Audioausgabe kann auch nicht wirklich überzeugen, der Ton wirkt blechern und die Sprecher machen einen etwas komatösen Eindruck. Positiv sollte man dabei aber auch sehen, dass selbst ein betagter Mittelklasse PC das Spiel ohne Probleme darstellen kann.


Gregor Große-Kunstleve 7.0

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