ReviewAlbum

Band
HEIR APPARENT 
Kategorie
Album 
Heft
RH #32 
Titel
One Small Voice 
Erscheinungsjahr
1989 
Note
8.0 

Drei Jahre ist es nun her, seit "Graceful Inheritance" bei uns zur Platte des Monats wurde und auch unsere Leserschaft das Produkt durchaus wohlwollend aufnahm. Immer noch hat die Band eine enorme Anhängerschaft, wie die viele Fanpost beweist. Wie ihr dem Interview an anderer Stelle dieser Ausgabe entnehmen könnt, haben es die Jungs endlich geschafft, ein Nachfolgealbum auf die Beine zu stellen. "One Small Voice" wird sicherlich kontrovers aufgenommen werden. Auf jeden Fall so kontrovers, daß sogar der langjährige Bandleader Terry Gorle die Band verließ. "Graceful Inheritance" war ein kraftvolles Heavy Metal-Album, "One Small Voice" geht dagegen in eine etwas andere Richtung. Als Überbleibsel kann man nur noch die schnellen 'Cacophony Of Anger' und 'The Fifth Season' bezeichnen, ansonsten geht die Band in ihrer neuen Besetzung wesentlich melodischere Wege. 'We The People' ist ein Paradebeispiel dafür, nachvollziehbare Melodielines, perfekt eingerahmt in ein melodisches, manchmal gar kommerzielles Gefüge. 'Two Hearts' und 'Alone Again' sind zwei schöne Balladen, die speziell von Steve Benitos Stimme leben. Überhaupt prägt der neue Sänger die Musik, ohne Zweifel ein sehr guter Mann, aber auch leider auf Dauer ein wenig nervend. Produktionstechnisch besitzt "One Small Voice" ein hohes Niveau, oftmals stehen allerdings Keyboards und Vocals zu sehr im Vordergrund, und die tolle Gitarrenarbeit gerät leider in den Hintergrund. Das nimmt der Platte ein wenig die Heaviness, aber um es kurz zu fassen: "One Small Voice" wird HEIR APPARENT wahrscheinlich einige neue Fans bringen, die alten Fans werden allerdings "Graceful Inheritance" nachtrauern. Insgesamt ein professionelles Album, nur das total unterproduzierte 'Just Imagine' und die fürchterliche Version von Simon & Garfunkels 'Sounds Of Silence' trüben den positiven Gesamteindruck. Eine knappe 8.


Frank Trojan 8.0

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