ReviewAlbum

Band
TYPE 0 NEGATIVE 
Kategorie
Album 
Heft
RH #163 
Titel
The Least Worst Of 
Erscheinungsjahr
2000 
Note

Zwar schwadroniert Long Dong Peter in nahezu jedem Interview darüber, in steter Verbindung mit abfälligen Bemerkungen über seine Plattenfirma, doch jetzt hat er wirklich begonnen: der Ausverkauf. Aber wozu sich künstlich über etwas aufregen, das in der Branche zumindest bei größeren Namen üblich ist? Und wenn einem beim Ausverkauf etwas widerfährt wie "The Least Worst Of"... Zunächst mal bietet diese allermieseste Zusammenstellung drei neue Stücke, von denen das ungewohnt zügige 'It's Never Enough' als Bindeglied zwischen "Slow, Deep And Hart" und "Bloody Kisses" durchaus zu gefallen weiß. 'Stay Out Of Dreams' klingt hingegen eher wie eine Papierkorbnummer, die es nicht auf einen regulären Longplayer geschafft hat. Und die Studioversion von 'Hey Pete' ist nach der Live-Aufnahme (auf "The Origin Of The Feces") auch alles andere als essenziell. Was macht die Scheibe dann noch empfehlenswert? Natürlich allen Songs voran die Zwölf-Minuten-Version von 'Unsuccessfully Coping' ("I know you're fucking someone else") sowie der flockige, griffige Remix von 'Cinnamon Girl'. Stücke wie 'Everything Dies' oder 'Black No. 1' hingegen kennt jeder, hat jeder, braucht keiner ein zweites Mal. Weihnachtsgeschenk oder Fanverarschung? Ihr entscheidet...


Wolf-Rüdiger Mühlmann

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