ReviewAlbum

Band
THE ATOMIC BITCHWAX 
Kategorie
Album 
Heft
RH #368 
Titel
Force Field 
Erscheinungsjahr
2017 
Note
6.5 

Tee Pee/Soulfood (34:41)
In der Buchbranche ist gerne mal von sogenannter Klolektüre die Rede, das sind oft humorig intonierte Sachbuchbestseller, die man in ein paar Sitzungen einfach so weglesen kann, beispielhaft kommen Titel wie „Kaninchen besser verstehen“, „Papst werden leicht gemacht“ oder „Mit Kant-Zitaten zum Orgasmus“ in den Sinn. Das Kulturprodukt dient in so einem Fall also nicht etwa der ästhetisch-geistigen Erquickung, sondern einem handfesten Zweck. Vergleichbares gibt es natürlich auch in der Musik, zum Beispiel Treckeranhängermugge. Wer in der norddeutschen Provinz aufgewachsen ist, kennt diese Geburtstagspartys beim Bauernkumpel im Nachbardorf: Zapfanlage in der Scheune aufgebaut, die Lokalmatadorenband samt fetten Boxen auf den Hänger bugsiert - und ab geht´s, mitwippen und Pils kippen. Das siebte Album der mit Monster Magnet personell eng verbandelten THE ATOMIC BITCHWAX scheint für genau solch saufselige Sausen gemacht: Im Gegensatz zu ihren frühen, leicht psychedelisch durchwirkten Werken rumpelrast ihr kompakter, extrem kompetent gezockter (Stoner-)Hardrock straight wie ein speedgetunter Lanz Bulldog durchs Ohr, die zwölf Songs kommen allesamt in Drei-Minuten-Konfektionsgröße daher. Da stört kein überraschendes Break, kein schräges Riff, keine womöglich auf irgendeine Weise irritierende Idee - aber da bleibt leider auch wenig hängen. No risk, aber fun.


Thorsten Dörting 6.5

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