ReviewAlbum

Band
REZET 
Kategorie
Album 
Heft
RH #349 
Titel
Reality Is A Lie 
Erscheinungsjahr
2016 
Note
7.0 

Mighty/Soulfood (59:35)
REZETs drittes Full-length-Werk „Reality Is A Lie“ ist eine erfrischend dynamische Thrash-Metal-Angelegenheit geworden. Dabei hat das Quartett aus Schleswig-Holstein die Weisheiten der Altvorderen (Metallica, Exodus, Overkill etc.) hörbar mit Enthusiasmus studiert und feuert seine Songs nun mit viel Spaß in den Backen in die Runde. Der schrille Gesang von Sänger/Gitarrist Ricky erinnert gelegentlich an den jungen Dave Mustaine und setzt somit einen markanten Reizpunkt. Für den nötigen Wumms sorgt die stets nach vorne marschierende Rhythmus-Sektion, wobei die Produktion ein wenig fetter hätte ausfallen können. Auch die Gitarren kämen mit einem voluminöseren Sound noch besser zu Geltung, denn die Jungs haben richtig gute Riffs auf Lager (´Dead City´) und sind stets um Abwechslung bemüht. REZET sind mit „Reality Is A Lie“ definitiv auf dem richtigen Pfad, zum Hauptgewinn fehlen aber noch ein wenig das Feintuning und mehr „Hits“ vom Kaliber eines ´Breaking The Chains´. Thrasher der alten Schule sollten aber auf jeden Fall mal ein Ohr riskieren.

3 Fragen an REZET-Sänger/Gitarrist Ricky Wagner:


Ricky, warum ist die Realität gemäß eures Albumtitels eine Lüge?

»Das Albumcover und der Text des Titelsongs drücken Folgendes aus: Gebraucht euren eigenen Verstand und folgt nicht blind dem, was euch vermeintlich als wahr verkauft wird! Das hat weniger mit „Matrix“ zu tun, sondern mehr mit meiner Furcht davor, dass wir mehr und mehr zu gleichgeschalteten Maschinen verkommen.«

Mit welchen Zielen seid ihr die Produktion der neuen Platte angegangen?

»Wir hatten das Ziel, das Beste aus uns und unserer Musik herauszuholen. Nach dem Vorgängeralbum „Civic Nightmares“ wussten wir, dass vor allem in Sachen Produktion noch einiges mehr drin ist. Patrick Bieler, der Produzent von „Reality Is A Lie“, hat wirklich einen super Job gemacht und uns dabei geholfen, unsere Ziele zu erreichen.«

Was unterscheidet euch von anderen Thrash-Bands?

»Wir klingen schon anders als die meisten neuen Thrash-Bands. Es ist schwer, das konkret zu benennen, aber ich glaube, dass wir andere Einflüsse haben. Während der Großteil der aktuellen Thrasher meiner Meinung nach sehr in Richtung Death Metal schielt, sind unsere Songs eher von Bands inspiriert, die auch schon den Thrash der Achtziger formten. Bei REZET kannst du beispielsweise auch sehr viel Motörhead, Hardcore, Punk und NWOBHM heraushören.«


Patrick Schmidt 7.0

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