ReviewAlbum

Band
PARAGON 
Kategorie
Album 
Heft
RH #347 
Titel
Hell Beyond Hell 
Erscheinungsjahr
2016 
Note
7.5 

PARAGON sind eine dieser Bands, die seit mehr als zwei Dekaden im Geschäft sind, konstant gute bis ausgezeichnete Alben veröffentlichen und trotzdem irgendwie nie den Sprung von der zweiten in die erste Liga geschafft haben. Völlig zu Unrecht, wenn ihr mich fragt, aber das Leben ist leider nicht immer fair. „Hell Beyond Hell“ ist das elfte Album der Nordlichter, die mit der Platte nahtlos an ihr bisheriges Schaffen anknüpfen. Auf dem Programm steht harter, schneller Teutonen-Stahl, hörbar beeinflusst von Truppen wie Accept und Grave Digger, aber auch von (den beinahe schon obligatorischen) Judas Priest. Wer auf ehrlichen Heavy Metal steht und keine Angst vor Klischees (denn die gibt´s in den Texten wieder mal zuhauf) hat, kann mit dem Kauf eigentlich nicht viel falsch machen. Zu gönnen ist ein wenig Erfolg den Jungs allemal.
3 Fragen an PARAGON-Bassist Jan Bünning:

Jan, nach fünfjähriger Auszeit ist Bandgründer Martin Christian zu PARAGON zurückgekehrt. Wie kam es dazu?

»Das war eine recht spontane Aktion. Wolfgang Tewes (g.) ist kurz vor den Aufnahmen von „Hell Beyond Hell“ ausgestiegen. Zu Martin hatten wir nach wie vor Kontakt und ein freundschaftliches Verhältnis. Er hat auch für „Force Of Destruction“ zwei Stücke geschrieben und eingespielt und war im Hintergrund auf eine gewisse Art und Weise immer noch dabei. Nach Wolles Ausstieg brauchten wir schnell Ersatz. Martin hat sofort zugesagt, die Platte mit einzuspielen.«

War Martin bereits beim Songwriting involviert, oder habt ihr den Großteil des Materials vor seinem Wiedereinstieg geschrieben?

»Martin hat nur ´Stand Your Ground´ geschrieben und die Rhythmus-Gitarre eingespielt. Den Rest hat Jan Bertram übernommen, der mindestens genauso gut wie Martin spielt. Jan, Wolle und ich haben gemeinsam die anderen Songs geschrieben. Allerdings haben sich Martin und Jan die Lead-Gitarren geteilt. Das Album hat meiner Meinung nach die bösesten und geilsten Soli, die es bisher auf einer PARAGON-Scheibe zu hören gab. Die beiden haben sich nichts geschenkt (lacht).«

Hast du einen Lieblingssong auf „Hell Beyond Hell“?


»Puh, schwierig. Ich bin quasi die „Qualitätskontrolle“ bei PARAGON. Wenn ich denke, dass ein Song nicht geil ist oder nicht zu uns passt, dann fliegt er entweder raus oder wird überarbeitet. Insofern sind das alles meine Kinder, die ich natürlich auch alle liebe - egal, ob schnell, stampfig oder episch. Wenn ich mir einen Track aussuchen müsste, wäre es aber wohl der Opener ´Rising Forces´, da er ein perfekter Auftakt zum Album ist und gleich im Ohr hängen bleibt. Und natürlich ´Devil´s Waitingroom´, da das Stück doch recht ungewöhnlich für uns ist. Wir sind wirklich sehr stolz auf die Nummer, und ich denke, dass sie etwas sehr Besonderes ist.«


Jens Peters 7.5

AMAZONEMPFEHLUNG