ReviewAlbum

Band
BEYOND THE BLACK 
Kategorie
Album 
Heft
RH #346 
Titel
Lost In Forever 
Erscheinungsjahr
2016 
Note
6.5 

Keine Frage, BEYOND THE BLACK waren der deutsche Senkrechtstarter des Jahres 2015. Zehn Chart-Wochen mit einem Debüt (höchste Position: Platz zwölf), davon können andere Newcomer nur träumen. Und der Höhenflug geht weiter: Im März sind die Mannheimer Symphonic-Metaller mit den Scorpions auf Arena-Tour, das passende Album mit ein paar schmalztriefenden Balladen und Melodien hat man dann bereits im Gepäck. „Lost In Forever“ haut in dieselbe musikalische Kerbe wie das Debüt. Die Songs sind weitgehend auf die süße und durchaus beeindruckende Stimme von Jennifer Haben zugeschnitten, höchst professionell produziert und arrangiert. Der Titeltrack rockt eigentlich ziemlich klischeearm los, auf dem Niveau hätte die Band gerne weitermachen können, aber weite Teile der Platte klingen wie eine Bewerbung für TV-Formate (´Beautiful Lies´, ´Against The World´, ´Love Is A Burden´), in denen jungen Musikern eine Weltkarriere vorgegaukelt wird. BEYOND THE BLACK sind also selbst schuld, wenn sie als RTL-Blockbuster-Metaller gelten, was insofern schade ist, weil die Band auch immer wieder fein arrangierte Power-Hymnen vorlegt (´Beyond The Mirror´, ´Dies Irae´, ´Shine And Shade´), die von Songwriter-Qualitäten zeugen und sich mit Powerwolf & Co. messen lassen können. Anstatt dieser Musikalität freien Lauf zu lassen, wirkt „Lost In Forever“ allerdings teilweise so, als dürfe man den bereits eingesammelten Pop-Fans keinesfalls vor den Kopf stoßen, um den vorgezeichneten Erfolg nicht zu gefährden. Und viel „Symphonic“ gibt es hier eh nicht zu hören, da riskieren selbst Nightwish erheblich mehr.


Holger Stratmann 6.5

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