ReviewAlbum

Band
HELLOWEEN 
Kategorie
Album 
Heft
RH #149 
Titel
Metal Jukebox 
Erscheinungsjahr
1999 
Note

Alle wissenswerten Fakten, die es zu diesem Album gibt, hat euch Kollege Breuschl ja bereits in der letzten Ausgabe kredenzt. Bleibt also noch die Frage: Braucht die Welt ein Album voller Coverversionen aus dem Hause HELLOWEEN? Ich persönlich finde, daß dagegen nichts einzuwenden ist. Kein Mensch wird gezwungen, dieses Ding zu kaufen, und einen hohen Unterhaltungswert für den aufgeschlossenen Metaller hat es allemal. Absolutes Highlight ist dabei - natürlich höchst subjektiv gesehen - die Neuauflage des Krautrock-Klassikers 'Hocus Pocus' von Focus, bei dem sich die Instrumentalisten in der Band mal so richtig austoben können. Bin gespannt, ob HELLOWEEN den Track irgendwann mal live spielen - würde Andi Deris doch zu gerne mal on stage jodeln hören... Weitere Glanzpunkte sind in meinen Augen Faith No Mores 'From Out Of Nowhere', Frank Marinos 'Juggernaut' und 'Faith Healer' aus dem Hause Alex Harvey. Als richtigen Durchhänger kann man lediglich 'White Room' von Cream bezeichnen, den Song fand ich allerdings im Original schon immer äußerst dröge... Und an der Interpretation von David Bowies 'Space Oddity' gibt's eigentlich nicht viel zu mäkeln, außer daß Saigon Kick das gleiche Stücke auf ihrem "Water"-Album noch 'ne Ecke pfiffiger hinbekommen haben. Die "Metal Jukebox" bietet insgesamt elf tiefe Verneigungen vor den Inspirationsquellen der Kürbisköppe, wobei sich die Hamburger selten zu weit vom Original wegbewegen. Ob euch das 30 Mark wert ist, müßt ihr natürlich selbst entscheiden.


Frank Albrecht

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