ReviewAlbum

Band
CASTLE 
Kategorie
Album 
Heft
RH #301 
Titel
Blacklands 
Erscheinungsjahr
2012 
Note
8.0 

Ván/Soulfood (35:40)
Ebenso wie beim letztjährigen Debüt „In Witch Order“ ist es zunächst die reduzierte, leicht rumpelige Art, mit der CASTLE den Hörer in die Irre führen und unentschlossen zwischen positivem und negativem Urteil zurücklassen. Hinzu kommt, dass sich Gitarrist Mat Davis bei den beiden von ihm gesungenen Songs (´Storm Below The Mountain´ und ´Curses Of The Priest´) nicht gerade mit Sangesruhm bekleckert, so dass der erste Eindruck von „Blacklands“ nicht unbedingt begeisternd ausfällt. Aber einmal mehr sind es die charakteristische Stimme und der so seltsam faszinierende wie beklemmende und verstörende Gesangsstil von Frontfrau und Bassistin Elizabeth Blackwell, die einen spätestens mit dem Titeltrack ´Blacklands´ in den Bann ziehen und die Ohren für die zahlreichen kreativen Riffs und Arrangements öffnen, deren Summe die Band treffend als „Witch Thrash“ deklariert. Präziser lässt sich der individuelle Mix aus oftmals thrashig riffenden Gitarren und wiederholten Ausflügen in den Psychedelic Rock, in dem Elizabeth laut eigenen Aussagen ihre Wurzeln hat, kaum beschreiben. Und somit weiß auch plötzlich ´Storm Below The Mountain´ mit den eigenwilligen Vocals von Mat zu gefallen. Der ungekünstelte Proberaumsound tut sein Übriges, um den individuellen, nonkonformistischen Stil der Band zu unterstreichen.
Ohne Zweifel: CASTLE polarisieren und sind ganz bestimmt keine Allerweltsband für Allerweltshörer - but give it a try.


Andreas Himmelstein 8.0

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