ReviewAlbum

Band
MASTODON 
Kategorie
Album 
Heft
RH #293 
Titel
The Hunter 
Erscheinungsjahr
2011 
Note
8.0 

Warner (52:57)
Nach dem komplexen „Crack The Skye“-Album schalten MASTODON zwei Frickelgänge runter und flechten dafür einige entspanntere Elemente in ihren Sci-Fi-Metal-Sound ein, klingen aber - die Fans dürfen beruhigt sein - nur ansatzweise wie ein ehemaliges Extrem-Metal-Kommando auf dem gefühlsduseligen Classic-Rock-Retrotrip. Die Songs sind tatsächlich deutlich kompakter geworden, was manchmal ein wenig die ultraintensive Atmosphäre früherer Soundmonolithen vermissen lässt und nicht ganz kaschieren kann, dass keiner der drei Sänger Weltklasseformat besitzt, die nach wie vor hyperenergetische Gitarrenarbeit und das fast durchweg grandiose Songwriting machen diese leichten Schwächen aber schnell vergessen. MASTODON klingen anno 2011 wie ein Mix aus der eigenen Vergangenheit, Voivod, Devin Townsend und Queens Of The Stone Age und fliegen mit der misslungenen Single ´Curl Of The Burl´ nur einmal die völlig falsche Galaxie an. Kunstwerke wie ´Black Tongue´, ´Blasteroid´, ´Stargasm´, ´The Octopus Has No Friends´, ´All The Heavy Lifting´ oder ´Bedazzled Fingernails´ sind dagegen allerfeinste Weltraum-Trips mit wunderschöner Aussicht und ordentlich Wumms im Ionenantrieb.


Michael Rensen 8.0

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